Umwelt und Nachhaltigkeit
AGRANA ist ein international tätiges Unternehmen, das pflanzliche Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten veredelt. Ein nachhaltiger Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ist uns seit Jahrzehnten ein besonderes Anliegen.
Nahrungsmittelsicherheit, Qualitätssteuerung, Rückverfolgbarkeit aller industriellen Prozesse bis auf das Feld sowie Zertifizierungen tragen zur Nachhaltigkeit der AGRANA-Produkte und zur nachhaltigen Umweltorientierung bei.
AGRANA investiert kontinuierlich in die Verbesserung der Energieeffizienz sowie in die Aufwandsminimierung in den Bereichen Transport, Produktion und Verpackung. Bei den Umweltstandards wird ein kontinuierlicher Optimierungsprozess konsequent forciert.
AGRANA investiert an ihren Standorten bereits seit Jahren in die Optimierung des Energieeinsatzes und in umweltrelevante Emissionsreduktionen . Die bei der Verarbeitung der Zuckerrüben zur Verdampfung des 75%igen Wasseranteils benötigte Prozesswärme- und Elektroenergie wird in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (Dampf- und Gasturbinen) mit maximalem Wirkungsgrad gewonnen. Dies ermöglicht eine hohe Ausnutzung der eingesetzten Primärenergie, einen geringen Verbrauch von fossilen Energieträgern, geringe spezifische Emissionen und schont die Umwelt. Der spezifische Energieeinsatz wurde seit 1990 durch energiesparende Investitionen um mehr als 30 % reduziert. Die CO2-Emissionen konnten im gleichen Zeitraum um 32 % vermindert und damit ein bedeutender Beitrag zur Reduktion der Umweltbelastung geleistet werden.
Österreichs Zuckerindustrie hat mit dieser überproportional hohen Reduktion auch das Kyoto-Ziel einer 13%igen Verringerung des CO2-Ausstoßes in Österreich bis 2010 im Vergleich zu 1990 bereits erfüllt.
Im Geschäftsjahr 2007|08 errichtet AGRANA in der Zuckerfabrik in Kaposvár/Ungarn eine Biogasanlage, die die erste ihrer Art in der europäischen Zuckerindustrie ist. Die Anlage wird aus den bei der Zuckerrübenverarbeitung anfallenden Rübenschnitzeln Biogas erzeugen und mehr als die Hälfte des fossilen Energiebedarfs substituieren. Dabei wird auch CO2 aus der Verbrennung fossiler Energie eingespart werden.
In den Stärkefabriken beschäftigt sich AGRANA derzeit ebenso mit der energetischen Nutzung von Nebenprodukten der Kartoffel- bzw. Maisstärkeproduktion. Der Primärenergieträger Erdgas konnte durch die Nutzung von Biogas bzw. Biomasse teilweise ersetzt werden. Einen weiteren Schwerpunkt zur Steigerung der Energieeffizienz bilden Energierückgewinnungsmaßnahmen, wie zum Beispiel die optimale Abwärmenutzung der Feuerungsanlagen. AGRANA untermauert damit ihre Bemühungen um eine nachhaltige Energieversorgung.
Mit der Errichtung der ersten großindustriellen Bioethanol-Anlage in Österreich wird AGRANA einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz liefern. Jeder Liter verbrauchtes Bioethanol statt Benzin erspart der Umwelt rund 1,8 Kilogramm CO2. Der Einsatz von Bioethanol als Treibstoff trägt somit aktiv zur Verlangsamung des Treibhauseffektes bei. Bioethanol verbrennt zudem ohne Ruß, ist schwefelfrei und enthält keine giftigen und gefährlichen Substanzen.
Um den Pestizid- und Düngemitteleinsatz im Zucker- und Stärkebereich zu verringern, führt AGRANA seit Jahren intensive Beratungen bei den Landwirten durch. Weiters wurden Optimierungen der Bewässerung durch Messung der Bodenfeuchte im Wurzelraum entwickelt. Im Bereich Frucht wird eine ähnliche Beratung durch intensiven Kontakt der AGRANA "Category Buyers" mit den Fruchtlieferanten durchgeführt. Zur Absicherung von hohen Qualitätsstandards und der Förderung einer nachhaltigen Bewirtschaftung arbeitet AGRANA mit zertifizierten Rohstofflieferanten zusammen.
Der Rübentransport in die österreichischen Zuckerfabriken Leopoldsdorf und Tulln erfolgt schwerpunktmäßig auf der Schiene, wobei der Bahnanteil im Geschäftsjahr 2006|07 auf 54 % weiter erhöht werden könnte. Kartoffeln werden zu rund einem Drittel mit der Bahn in die Stärkefabrik Gmünd/Österreich transportiert.
Die Produktionsverfahren in den AGRANA-Werken zeichnen sich durch möglichst geschlossene Kreisläufe aus. Darunter ist neben einer weitgehend vollständigen Nutzung aller Rohstoffbestandteile und Nebenprodukte auch die Wiederaufbereitung und -verwendung von Wasser zu verstehen.
Für eine umweltfreundliche Produktion ist auch besonderes Augenmerk auf die Reinigung der im Produktionsprozess anfallenden Abwässer zu richten. In den AGRANA-Werken besteht daher seit Jahren ein Investitionsschwerpunkt, um die Systeme zur Abwasserreinigung kontinuierlich zu verbessern. Das in der Kartoffelstärkefabrik Gmünd/Österreich anfallende Kartoffelfruchtwasser, das wertvolle Mineralstoffe der Kartoffel enthält, wird in konzentrierter Form wieder dem Boden zugeführt. Ebenso wird in der Maisstärkefabrik Aschach/Österreich das Quellwasser eingedampft und als wertvoller proteinhältiger Bestandteil dem Futtermittel beigemengt.
Eine ständige Verbesserung der Produktionsanlagen hinsichtlich Sicherheit, ökologischer Verträglichkeit und im Speziellen Ressourcenschonung ist AGRANA ein wichtiges Anliegen.
In Zusammenarbeit mit Experten, Behörden und Anrainern wurden in den letzten Jahren umfangreiche Maßnahmen zur Verminderung von Staub-, Geruchs- und Lärmemissionen gesetzt. Moderne Biofilteranlagen für organische Geruchsträger reinigen die Abluftströme der Nebenproduktlinien.