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Die Stärkefabriken der AGRANA

Stärke und Stärkeprodukte werden in den vier AGRANA-Stärkefabriken in Österreich, Ungarn und Rumänien produziert.

Österreich
In Österreich betreibt die AGRANA eine Kartoffelstärkefabrik in Gmünd (NÖ) und eine Maisstärkefabriken in Aschach an der Donau (OÖ).

 

Die Kartoffelstärkefabrik Gmünd liegt im niederösterreichischen Waldviertel, im unmittelbaren Grenzgebiet zu Tschechien. Das Waldviertel ist das österreichische Hauptanbaugebiet für Kartoffeln. Gmünd ist die einzige Kartoffelstärkefabrik Österreichs.

 

Die gemäß EU-Quote limitierte jährliche Kartoffelstärkemenge von knapp 48.000 Tonnen wird zum Teil als native Stärke ausgeliefert, zum größeren Teil jedoch modifiziert (Nassderivate, Walzentrocknung). Das Werk verfügt ebenso über eine Verzuckerungsanlage, in der Spezial-Maltodextrine hergestellt werden. Neben den Stärkeproduktions- und Verarbeitungsanlagen betreibt die Kartoffelstärkefabrik Gmünd eine Anlage zur Herstellung von Kartoffeldauerprodukten aus Speisekartoffeln (hauptsächlich Pürees) sowie eine Anlage zur Erzeugung von Kindernährmitteln.

 

Die Maisstärkefabrik Aschach wurde in den letzten Jahren konsequent ausgebaut und hat eine Verarbeitungskapazität von nunmehr 1.000 Tonnen Mais pro Tag (360.000 Tonnen pro Jahr). Investitionen erfolgten ebenso in die Infrastruktur und Logistik, in die Reduktion von Geruchs- und Lärmemissionen und in den Gewässerschutz.
Die im Zentralraum Österreichs liegende Fabrik verfügt über gute Verkehrsanbindungen an Bahn und Straße und über einen nahegelegenen Donauhafen.

 

Neben konventionellem Gelbmais werden in Aschach auch Spezialmaissorten - wie garantiert gentechnikfreier Mais (INAC), Biomais und Wachsmais - zu nativer Stärke, Stärkederivaten und Glukosesirupen verarbeitet. Gentechnikfreie Maisstärkeprodukte werden in Aschach auf Basis Gelbmais und Wachsmais produziert. Die Untersuchung erfolgt im eigenen PCR(Polymerase-Chain-Reaction)-Labor, das im Jahre 2002 im Werk Aschach eingerichtet wurde. Die Qualitätskontrolle und umfasst den gesamten Produktionsverlauf von der Auswahl des Saatguts, über Anbau und Ernte bis hin zur Verarbeitung.

 


Ungarn
In Ungarn ist AGRANA zu 50% an der Maisstärke- und Isoglukosefabrik Hungrana Kft. (Szabadegyhaza), die der größte Isoglukoseproduzent Europas ist, beteiligt. Die Fabrik liegt inmitten des Haupt-Maisanbaugebietes in Ungarn und ist an gute Transportwege angebunden.


Die für das Wirtschaftsjahr 2007|08 festgelegte Isoglukosequote Ungarns beträgt 179.000 Tonnen und ist ausschließlich der Hungrana Kft. zugeordnet.

Die Verarbeitungskapazität der Maisstärkefabrik Hungrana liegt bei 1.500 Tonnen Mais sowie 150 m3 Bioethanol-Produktion pro Tag. Um der aufgrund der neuen EU-Zuckermarktordnung erhöhten Isoglukosequote in Höhe von insgesamt 218.927 Tonnen ab 2008|09 Rechnung zu tragen sowie die Alkoholkapazität auf 450 m3 pro Tag zu erhöhen, wurden Investitionen für einen weiteren Kapazitätsausbau auf 3.000 Tagestonnen Maisverarbeitung gestartet.

 

 

Rumänien
Die rumänische Maisstärkefabrik S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. wurde im Jahr 2002 erworben und modernisiert. Die Fabrik liegt in einem der Maisanbaugebiete Rumäniens und verarbeitet rund 100 Tonnen Mais pro Tag. Produktionsschwerpunkte sind native und modifizierte Stärke sowie Glukosesirupe aus Mais.