GRI Standard & Berichtsgrenzen

Berichtsgrenzen 2016|17

ORGANISATORISCHE BERICHTSGRENZEN

Die für AGRANAs Geschäftstätigkeit wesentlichen Nachhaltigkeitsdaten wurden nach den Vorgaben der Global Reporting Initiative (Version G4; „in accordance CORE“) erstellt.

Die organisatorischen Berichtsgrenzen für die in diesem Geschäftsbericht 2016|17 integrierten nicht-finanziellen bzw. Nachhaltigkeitsinformationen umfassen alle AGRANA-Konzernunternehmen weltweit und entsprechen dem finanziellen Konsolidierungskreis, mit Ausnahme der neuen AGRANA-Gesellschaften für Fruchtzubereitungen in Argentinien und Indien, die erst gegen Ende des Geschäftsjahres 2016|17 erstkonsolidiert wurden. 

Im Geschäftsjahr 2016|17 wurden erstmals auch die Daten der INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, im Segment Zucker berichtet. Aus organisatorischen Gründen sind in den Nachhaltigkeitsdaten die nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen des AGRANA-Konzerns, die AGRANA-STUDEN-Gruppe (Segment Zucker) sowie die HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) weiterhin nicht enthalten.

MANAGEMENTANSÄTZE & INHALTLICHE BERICHTSGRENZEN WESENTLICHER ASPEKTE

Aspekte der Lieferkette

1.    Bewertung von Lieferanten bezüglich Menschenrechtsaspekten, Arbeitspraktiken und ökologischen Aspekten

Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit, der Veredelung agrarischer Rohstoffe und der damit verbundenen wesentlichen Beschaffungsvolumina und –kosten, beschränkt AGRANA ihre Berichterstattung zur Lieferkette auf Lieferanten agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte (z.B. tiefgefrorene Fruchtstücke). Die Erwartungen an ihre landwirtschaftlichen Lieferanten hat AGRANA in den Grundsätzen für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte, die für den Bereich der Sozialkriterien eine Referenz auf AGRANAs Verhaltenskodex enthalten, niedergeschrieben. Die Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte sind Bestandteil von Lieferverträgen und damit auch für Lieferanten einzuhalten. Die Überprüfung der Einhaltung dieser Grundsätze erfolgt je nach Rohstoffkategorie, Beschaffungsmodell und Segment auf geeigneten Wegen. 

2.    Biodiversität

Als Veredler landwirtschaftlicher Rohstoffe ist AGRANA auf die Verfügbarkeit dieser und damit auf die Funktionsfähigkeit lokaler Ökosysteme angewiesen. Aus diesem Grund ist Biodiversität für AGRANA v.a. in ihrer vorgelagerten Wertschöpfungskette, d.h. der agrarischen Produktion, von Bedeutung. AGRANA berichtet Biodiversitätsaspekte soweit möglich im Rahmen des Bezuges von Rohstoffen über Vertragsanbauer im jeweiligen Segmentbericht. Darüber hinaus evaluiert AGRANA einmal pro Jahr den Biodiversitäts- bzw. Schutzwert des lokalen Ökosystems an eigenen Produktionsstandorten. Wenngleich keiner der Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite XX) in einem Naturschutzgebiet bzw. Gebiet mit einem hohen Biodiversitätswert liegt, setzt AGRANA auch an ihren Unternehmensstandorten einzelne Projekte zum Erhalt oder der Erhöhung der Artenvielfalt um.  

Umwelt- und Energieaspekte in der AGRANA-Produktion

Basis für AGRANAs Management von Energie- und Umweltaspekten stellt ihre Umweltpolitik dar. 

1. Energieeinsatz und Emissionen

Da AGRANA organische Ausgangsstoffe wie Zuckerrüben, Getreide, Kartoffeln und Früchte verarbeitet, deren Menge, Zucker- und Stärkegehalt bzw. Qualität aufgrund unterschiedlicher Einflussfaktoren in der Vegetations- und Ernteperiode jährlichen Schwankungen unterliegen, und damit bzw. darüber hinaus das pro Standort erzeugte Produktmengenportfolio sowie der damit verbundene Energieeinsatz variieren, ist die Darstellung von absoluten Gesamtenergieeinsätzen bzw. –emissionen nicht aussagekräftig. AGRANA berichtet daher ausschließlich Energie- und Emissionsintensität pro Tonne erzeugtem Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) pro Geschäftssegment. Im Geschäftssegment Zucker wurde im Rahmen eines Abgleichs mit den Südzucker-Berichtsgrenzen im Berichtsjahr 2016|17 rückwirkend bis zum Berichtsjahr 2014|15 Carbonatationskalk in die Liste der Nebenprodukte aufgenommen. Einsparungen aufgrund umgesetzter Energieeffizienz- bzw. Emissionsreduktionsmaßnahmen werden als Gesamteinsparungen auf absoluter Basis und prozentueller Basis pro Tonne Produkt berichtet.  

AGRANA beschränkt ihre Berichterstattung von Energieeinsatz und Emissionen auf den eigenen Produktionsbereich und jeweils auf Scope 1 (direkter Energieeinsatz bzw. direkte Emissionen) und Scope 2 (indirekter Energieeinsatz bzw. indirekte Emissionen), da die Datenverfügbarkeit zum Scope 3-Energieeinsatz sehr eingeschränkt ist bzw. Scope 3 (z.B. im Rahmen von Geschäftsreisen) im Vergleich zu den großen Energie- und Emissionseinträgen in die Carbon Footprints ihrer Produkte vernachlässigbar ist.  

AGRANA berechnet bereits seit dem Jahr 2008 Carbon Footprints für eine repräsentative Auswahl ihrer Produkte. Da es allerdings bisher in der EU keine verbindliche Vorgabe bezüglich der anzuwendenden Berechnungsmethodik für den CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln bzw. Lebensmittelbestandteilen wie Zucker, Stärke, Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentraten gibt, verzichtet AGRANA aus Gründen der Seriosität auf die Veröffentlichung von Ergebnissen. Je nach angewendeter Rechenregel schwankt z.B. der Carbon Footprint von Zucker um plus/minus 50 % zu einer bestimmten Methode. Im Rahmen der vom Europäischen Verband der Zuckerproduzenten (CEFS) berechneten Bandbreite wird jedoch ein Fußabdruck von 242 bis 771 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilogramm Rübenzucker angegeben. 

Von diesem Verzicht auf Veröffentlichung von Ergebnissen ausgenommen ist der Carbon Footprint von Bioethanol, für den die EU-Energieallokationsmethode verpflichtend anzuwenden ist, um die im Rahmen der EU-Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen nachzuweisenden Energieeinsparungsziele durch biogene Treibstoffe zu belegen.  

2. Wasser und Abwasser

Wasser ist einer von vielen Inputfaktoren in den Produktionsprozessen der AGRANA-Gruppe. Die Nutzung und Ableitung von Wasser erfolgt im Rahmen der AGRANA-Umweltpolitik an allen Standorten auf nachhaltige Art und Weise. AGRANA nutzt vielfach das in den agrarischen Rohstoffen gebundene Wasser in ihren Prozessen.  

AGRANA berichtet Wasser- und Abwasserkennzahlen ausschließlich für ihr Kerngeschäft, die Verarbeitung agrarischer Rohstoffe, in ihren Produktionswerken pro Tonne erzeugtem Produkt (Haupt- und Nebenprodukte). Kennzahlen zur Wassernutzung in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, der Erzeugung der landwirtschaftlichen Rohstoffe, sind aufgrund eingeschränkter Datenverfügbarkeit und ‑verlässlichkeit nicht für alle eingesetzten Rohstoffe weltweit vorhanden und werden daher nicht berichtet.

3.    Abfall

Für AGRANA sind die von ihr eingesetzten agrarischen Rohstoffe viel zu wertvoll, um nicht vollständig genutzt zu werden. Diesem in ihrer Umweltpolitik verankerten konzernweiten „Prinzip der vollständigen Verwertung“ trägt AGRANA neben der Erzeugung einer breiten Palette hoch qualitativer Lebensmittel bzw. Vorprodukte für weiterverarbeitende Industrien v.a. in den Segmenten Zucker und Stärke durch die Herstellung eines sehr großen Portfolios an Nebenprodukten, v.a. Futter- und Düngemitteln, Rechnung. Diese leisten einerseits einen bedeutenden Beitrag zum ökonomischen Erfolg des Unternehmens, andererseits finden dadurch wichtige Mineral- und Nährstoffe in den natürlichen Kreislauf zurück.  

In einigen Ländern sind die von AGRANA als Nebenprodukte vertriebenen (bzw. teilweise kostenfrei abgegebenen) Futter- und Düngemittel ausschließlich aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen als Abfall zu deklarieren. AGRANA berichtet diese Mengen ab der Berichtsperiode 2015|16 nicht mehr als Abfall, da sie weitere direkte stoffliche Verwendung in der Tierhaltung oder Landwirtschaft finden. 

Arbeitsbedingungen und Menschenrechte in Bezug auf AGRANA-Mitarbeiter

Die Grundlage für AGRANAs Umgang mit ihren Mitarbeitern stellt der AGRANA- Verhaltenskodex dar, der u.a. ein Verbot von Diskriminierung und Belästigung, von Kinder- und Zwangsarbeit sowie Aspekte zu Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit enthält, daneben auch Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen gewährt.

Die Arbeitsverhältnisse von rund 75 % der AGRANA-Mitarbeiter weltweit unterliegen einem Kollektivvertrag. Die Interessen von etwa 69 % der Mitarbeiter werden durch einen lokalen Betriebsrat oder Gewerkschaftsvertreter repräsentiert. An jenen Standorten, wo keine dieser Varianten der Vertretung besteht, hat AGRANA formale Beschwerdestellen bezüglich Arbeitspraktiken und Menschenrechten eingerichtet, die für alle Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Ein dahinterliegender Prozess soll eine zeitnahe und faire Bearbeitung der Beschwerden sicherstellen.

Berichtsgrenzen 2014|15 & 2015|16

ORGANISATORISCHE BERICHTSGRENZEN

 

Grundsätzlich umfassen die nach den Vorgaben der Global Reporting Initiative (Version G4; „in accordance CORE“) erstellten Nachhaltigkeitsdaten 2014|15 und 2015|16 alle AGRANA-Konzerngesellschaften. Aus organisatorischen Gründen sind in den Nachhaltigkeitsdaten die nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen des AGRANA-Konzerns, die AGRANA-STUDEN-Gruppe (Segment Zucker) sowie die HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) nicht enthalten. Daneben wurden die Daten der INSTANTINA (Segment Zucker) nicht integriert.  

Die Daten zu Energieeinsatz, Emissionen, Wasser und Abfällen in der bzw. durch die Veredelung in AGRANA-Fruchtverarbeitungsanlagen für das Geschäftsjahr 2014|15 und 2015|16 enthalten die Daten aller zum Stichtag 28. bzw. 29 Februar 2015 bzw. 2016 aktiven Produktionsstandorte des Segmentes Frucht für das gesamte Geschäftsjahr 2014|15 bzw. 2015|16 mit der Ausnahme des Fruchtsaftkonzentratwerkes in Xianyang City|China (Hintergrund: Datenqualität). Im Geschäftsjahr 2013|14 waren in den berichteten Nachhaltigkeitsdaten aus dem Umweltbereich erstmals auch die Daten des Joint Ventures AUSTRIA JUICE GmbH enthalten. Aus organisatorischen Gründen waren die AUSTRIA JUICE-Standorte Gleisdorf|Österreich (Schließung nach der Kampagne 2013), Bingen|Deutschland (Fruchtweinproduktion) und Xianyang City|China (Datenqualität) im Geschäftsjahr 2013|14 nicht enthalten, die berichteten Werte der einbezogenen Standorte waren auf die jeweilige Verarbeitungskampagne beschränkt.

 

Berichtsgrenzen 2013|14

Die Kennzahlen 2013|14 enthalten erstmals auch Daten der AUSTRIA JUICE GmbH, einem Joint Venture-Unternehmen, das im Geschäftsjahr 2012|13 durch die Fusion von AGRANA Juice Holding GmbH und Ybbstaler Fruit Austria GmbH entstand und von AGRANA im Segment Frucht vollkonsolidiert wird.

 

Aus organisatorischen Gründen sind die quotenkonsolidierten Joint Venture-Unternehmen des AGRANA-Konzerns, die AGRANA-Studen-Gruppe (Segment Zucker) und die HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) sowie aus Nachhaltigkeitssicht unwesentliche Unternehmen, u.a. die INSTANTINA (Segment Zucker), weiterhin nicht in der Datensammlung enthalten. In Summe finden damit ein Umsatzanteil von 299,4 Mio. € und durchschnittlich 367 Mitarbeiter keine Berücksichtigung in den Nachhaltigkeitskennzahlen für das Geschäftsjahr 2013|14.

 

Berichtsgrenzen 2011|12 und 2012|13

AGRANA orientiert ihre veröffentlichten Nachhaltigkeitskennzahlen am Standard der Global Reporting Intitiative GRI in der Version 3.1. bzw. am Branchenzusatz für die Lebensmittelindustrie.Die Kennzahlen für die Geschäftsjahre 2011|12 und 2012|13 wurden für die Segmente Zucker, Stärke und Frucht unter Ausschluss der Joint Venture-Gesellschaften zusammengestellt. Damit sind Daten der AGRANA-Studen Joint Venture-Unternehmen, von Instantina (beide Geschäftssegment Zucker), von Hungrana (Geschäftssegment Stärke) und dem im zweiten Geschäftsquartal 2012|13 durch Fusion von AGRANA Juice Holding GmbH und Ybbstaler Fruit Austria GmbH gegründeten Unternehmen AUSTRIA Juice GmbH (Geschäftssegment Frucht) nicht in die Kennzahlen eingeflossen. Aus inhaltlicher Sicht wurden Nachhaltigkeitsaspekte, die nicht in AGRANAs direktem Einflussbereich liegen bzw. als nicht wesentlich erachtet wurden, vorerst nicht betrachtet. In Summe finden damit ein Umsatzanteil von 718,0 Mio. € und durchschnittlich 1.139 Mitarbeiter keine Berücksichtigung in den Nachhaltigkeitskennzahlen für das Geschäftsjahr 2012|13.

Der Natürliche Mehrwert.

  • Zucker.
  • Stärke.
  • Frucht.