Wasser- & Abwasser

Wasser, die global gesehen vielleicht bedeutendste Ressource, ist einer von vielen Inputfaktoren in den Produktionsprozessen der AGRANA-Gruppe. Die Nutzung und Ableitung von Wasser erfolgt an allen Standorten auf nachhaltige Art und Weise. AGRANA nutzt vielfach das in den agrarischen Rohstoffen gebundene Wasser in ihren Prozessen.

So wird z.B. ein großer Teil des Wassers, das eine Zuckerfabrik benötigt, schon mit dem Rohstoff, der Rübe, in die Fabrik gebracht. Zuckerrüben bestehen zu ca. 75% aus Wasser, das während des Produktionsprozesses vom Zucker getrennt werden muss. Dieses Wasser wird sowohl für die Auslaugung des Zuckers aus den Schnitzeln verwendet, als auch für den Transport und die Reinigung der Rüben. Das eingesetzte Wasser wird immer wieder gereinigt und im Kreislauf geführt. Ähnliches gilt auch für die Saftkonzentratproduktion aus Äpfeln, die ca. 86% Wasser enthalten.

Werkseigene oder kommunale Kläranlagen an allen Standorten sorgen für eine umweltgerechte und lokalen, behördlichen Grenzwerten entsprechende Aufbereitung der entstehenden Abwässer. Es werden somit gereinigte und den jeweils geltenden Umweltstandards entsprechende Abwässer abgegeben.

Wassernutzung & -abgabe in der Veredelung in AGRANA-Zuckerfabriken 2015|16 (in den GRI-Berichtsgrenzen)

2015|162014|15
Wassereinsatz in m³ pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte1,982,10
Wasserabgabe in m³ pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte 3,123,13

Die Verringerung des durchschnittlichen spezifischen Wassereinsatzes pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) von rund 5,6 % ist v.a. auf die bewusstere Wassernutzung an den Standorten Kaposvár|Ungarn und Leopoldsdorf|Österreich zurückzuführen. Die durchschnittliche spezifische Wasserabgabe blieb hingegen unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Wassernutzung & -abgabe in der Veredelung in AGRANA-Stärkefabriken 2015|16 (in den GRI-Berichtsgrenzen) 

2015|162014|15
Wassereinsatz  in m³ pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte3,834,34
Wasserabgabe in m³ pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte4,354,62

In den AGRANA-Stärkefabriken wird gemäß der AGRANA-Umweltpolitik ein nachhaltiger Umgang mit dem eingesetzten Wasser und Abwässern gepflegt. Auch im Stärkebereich wird Wasser in Kreisläufen mit Wiederaufbereitung geführt. Ein Beispiel dazu ist die kombinierte Bioethanol- und Weizenstärkeproduktion am Standort Pischelsdorf|Österreich. Die Bioethanolerzeugung kommt seit der Inbetriebnahme der Weizenstärkefabrik im Regelbetrieb ohne Frischwasser aus, da das zur Einmaischung notwendige Wasser durch Dampfkondensat bzw. den Slurry der Weizenstärkefabrik zugeführt wird.

Der durchschnittliche spezifische Wassereinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Stärke lag in der Berichtsperiode 2015|16 rund 11,7 % unter dem Vorjahr, was v.a. an der Installation einer Wasserrückgewinnung aus dem Stärkeslurry in Pischelsdorf|Österreich lag. Die im Vergleich zum Vorjahr um rund 11,6 % niedrigere Wasserabgabe ist u.a. auf die geringeren Niederschlagsmengen und die kurze Kampagnendauer in Gmünd|Österreich zurückzuführen.

Wassernutzung & -abgabe in der Veredelung in AGRANA-Fruchtverarbeitungswerken 2015|16 (in den GRI-Berichtsgrenzen)

 

2015|162014|15
Wassereinsatz in m³ pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte4,044,16
Wasserabgabe in m³ pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte3,773,99

Der Rückgang des durchschnittlichen spezifischen Wassereinsatzes pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Frucht um rund 2,9 % bzw. der Wasserabgabe um rund 5,5 % in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahr ist v.a. auf die Einführung von Aufbereitungsanlagen zur Nutzung von Wasser im Kreislaufsystem im Bereich Fruchtsaftkonzentrate zurückzuführen.

Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate ist im Zeitraum bis 2020|21 eine Reduktion des Wassereinsatzes um 5 % pro Tonne Haupt- und Nebenprodukt (Basisjahr 2014|15: 4,43 m³ pro Tonne) geplant. Daneben soll das Bewusstsein der Mitarbeiter für die ökologischen Auswirkungen der Verarbeitungsprozesse und ihres individuellen Verhaltens im Rahmen von Trainings an allen Fruchtsaftkonzentratstandorten geschult werden.

Der Natürliche Mehrwert.

  • Zucker.
  • Stärke.
  • Frucht.