Zero Waste Prinzip

Effizienter Rohstoffeinsatz ist für AGRANA unternehmerische Pflicht und gelebte gesellschaftliche Verantwortung

Für AGRANA sind die von ihr eingesetzten agrarischen Rohstoffe seit jeher viel zu wertvoll, um nicht vollständig genutzt zu werden. Dieses konzernweite „Zero Waste“-Prinzip hat zwei Hintergründe, die im Einklang stehen: Einerseits ist AGRANA der effiziente Umgang mit den eingesetzten landwirtschaftlichen Ausgangsstoffen wie Zuckerrüben, Getreide, Kartoffeln und Früchten unternehmerische Pflicht. Andererseits entspricht er auch der hohen gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmen, der AGRANA in allen ihren Werken weltweit gerecht zu werden versucht. AGRANA hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle wertvollen Bestandteile der eingesetzten Rohstoffe, wie Kohlehydrate, Eiweiß, Fasern und Mineralstoffe, in marktfähige, nachgefragte Produkte zu verwandeln – zu veredeln. Je besser dies gelingt, umso weniger Reststoffe und Abfall gilt es zu entsorgen und umso größer der kommerzielle Erfolg. Dies zeigt eindrucksvoll, dass ökologische und soziale Verantwortung mit unternehmerischer Vernunft Hand in Hand gehen und AGRANA dieses Nachhaltigkeits-Grundprinzip im täglichen Geschäft verinnerlicht hat.

Zur Illustration des „ZeroWaste“-Prinzips wird als Beispiel wird die Input-Output-Jahresbilanz der AGRANA Maisstärkefabrik in Aschach|Österreich im Geschäftsjahr 12|13 herangezogen. Die Werte wurden auf Basis der Trockensubstanz berechnet:

Im Stärkewerk Aschach wurden aus trockensubstanzbasierten 356.000 Tonnen garantiert gentechnikfreiem Mais verschiedenster Sorten (inkl. 11.000 Tonnen zur Weiterverarbeitung zugekaufter Handelsware) sowie rund 3.000 Tonnen Hilfs- und Betriebsstoffen insgesamt 228.000 Tonnen marktfähige Stärke- und Verzuckerungsprodukte, 82.000 Tonnen Futter- und Düngemittel, 24.000 Tonnen Maiskeime zur Erzeugung von Maiskeimöl sowie 18.000 Tonnen Vorprodukte zur Weiterverarbeitung in der Kartoffelstärkefabrik in Gmünd|Österreich erzeugt. Weiters dienten 2.000 Tonnen Maisspindeln, Maisstaub und andere organische Reststoffe als Energieträger in den nahegelegenen Biogasanlagen. Insgesamt wurden daher aus 359.000 Tonnen Einsatzstoffen 354.000 Tonnen wertvolle Produkte gewonnen und damit 98,6 % der Inputfaktoren verwertet. Bei den restlichen 1,4 % handelt es sich um prozessbedingt unvermeidliche Verluste, die über verschiedene Reinigungsschritte schließlich in die biologische Abwasseraufbereitungsanlage (BARA) transportiert und dort ausgefällt wurden. Das für die Verarbeitung von Mais benötigte Frischwasser wird als Prozess- und Verarbeitungswasser sowie für die Energieerzeugung eingesetzt. Das Prozesswasser wird mehrstufig verwendet; das belastete, nicht weiterverwendbare Prozesswasser wird in der eigenen biologischen Kläranlage aufbereitet und wieder in den Vorfluter rückgeführt.

Abhängig von Geschäftssegment, Standort sowie dem erzeugten Produktportfolio lag die Bandbreite der Nutzung der Inputfaktoren im Geschäftsjahr 2012|2013 in der AGRANA- Gruppe in den Berichtsgrenzen zwischen  98,6 und 99,9%. Dieser sehr hohe Verwertungsgrad spiegelt AGRANAs äußerst effizienten Einsatz agrarischer Rohstoffe sowie ihre technische Innovationskraft und Produktentwicklungsfähigkeiten wider und trägt damit ökonomischen, ökologischen und sozialen Ansprüchen Rechnung.

"Aus Eins mach vier"

Mit der im Juni 2013 am Standort der Bioethanolfabrik Pischelsdorf|Österreich in Betrieb genommenen Weizenstärkeanlage dehnt AGRANA ihr Produktportfolio von Mais- und Kartoffelstärke auf Weizenstärke aus. Die Errichtung am Gelände der Bioethanolanlage eröffnet einen bedeutenden Schritt in Richtung weiterer Ressourceneffizienz.   Durch die enge Integration der Weizenstärkeanlage und der bestehenden Bioethanolfabrik wird das eingesetzte Getreide zu 100 Prozent verwertet. So gehen die bei der Herstellung von Weizenstärke und –gluten ungenutzt bleibenden Rohstoffbestandteile in die Bioethanolerzeugung sowie in die Herstellung des hochwertigen, gentechnikfreien Eiweißfuttermittels ActiProt®. Gemeinsam mit hochreinem CO2, welches der Industriegaskonzern Air Liquide aus den Gärtanks der Bioethanolanlage gewinnt, werden am Standort Pischelsdorf aus nur einem Rohstoff somit vier hochwertige Produkte hergestellt .

Der Natürliche Mehrwert.

  • Zucker.
  • Stärke.
  • Frucht.