Fruchtvertragsanbau

Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen

Bei der Beschaffung von Vertragslandwirten hat der Geschäftsbereich Fruchtzubreitungen in Mexiko und Fidschi weiter erfolgreich an der Verbesserung von Sozial- und Umweltstandards in der Lieferkette gearbeitet.

Mexiko

Das im August 2013 gestartete Projekt zur Unterstützung der Zertifizierung von Erdbeer- und Brombeerlieferanten nach dem Rainforest Alliance-Standard (RFA) in Jacona/Michoacán|Mexiko wurde im Juli 2016 abgeschlossen. Die teilnehmenden Lieferbetriebe konnten mit Unterstützung des lokalen Teams von AGRANA-Kulturberatern die agrarische Praxis im Anbau verbessern, Wasser- und Abfallmanagement einführen sowie Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz für ihre über 2.000 Mitarbeiter umsetzen und sich nach dem RFA-Standard zertifizieren lassen. Die Lieferbetriebe profitierten nicht nur im Rahmen der höheren Wettbewerbsfähigkeit durch die Zertifizierung, sondern auch durch ihre neue Beliebtheit als Arbeitgeber. AGRANA durfte sich für ihr Engagement über einen Preis als eines der drei besten mexikanischen Unternehmen, und das beste in der Beerenverarbeitung, im Bereich Agrarpraxis und Lebensmittelsicherheit, vergeben von Primus GFS, einer global aktiven Initiative zur Lebensmittelsicherheit, freuen.

Fidschi

Auf der Südseeinsel Fidschi unterstützt AGRANA seit 2014 Kleinbauern, indem sie als Halter einer Gruppenzertifizierung für Bananen, Guaven und Mangos nach dem international anerkannten Bio-Standard ACO (Australian Certified Organic) agiert. Im AGRANA-Werk werden die Früchte zu Fruchtpürees verarbeitet, eine Erweiterung des Fruchtportfolios um Passionsfrüchte wurde im Laufe des Jahres 2016 vorgenommen. In den ersten zwei Jahren des Projektes konnte die Anzahl der zertifizierten Bauern von 130 auf rund 300 mehr als verdoppelt werden. Im Februar 2016 erlitt das Projekt, verursacht durch den Zyklon Winston, einen herben Rückschlag. Ein Großteil der biologisch bewirtschafteten Bananenflächen wurde zerstört, so dass die AGRANA-Kontraktbauern für mehr als ein halbes Jahr keine Bananen ernten konnten. Um den Bedarf an qualitativ hochwertigen, möglichst virusfreien Bananensetzlingen für die Neuauspflanzung decken zu können, wurde neben der neuen Produktionshalle auch ein kleines biologisches Labor eingerichtet, in dem Bananenpflanzen vermehrt werden. Die Anlage ging im September 2016 in Betrieb, das Pflanzgut soll den Bauern zu Beginn unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate

Der Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate steht aufgrund seiner Beschaffungsstrukturen vor einer besonders großen Herausforderung im Lieferketten-Management, bezieht er doch einen Großteil der verarbeiteten Rohstoffe über Händler. Dies ist die Folge national historisch gewachsener Strukturen, welche überwiegend auf den Frischmarkt bzw. den Einzelhandel und den Export von Obst ausgerichtet sind. Grundsätzlich besteht das Bestreben, Rohstoffe künftig vermehrt direkt von den Landwirten zu kaufen.

Derzeit unterhält AUSTRIA JUICE zwei Projekte direkter Abnahme von Anbauern. In Ungarn unterstützt AUSTRIA JUICE seit dem Jahr 2000 lokale Landwirte beim Anbau resistenter Apfelsorten, für deren Kultivierung rund 60 % bis 80 % weniger Pestizide notwendig sind als beim Anbau konventioneller Sorten. Neben finanzieller Unterstützung für die Neupflanzung der Bäume sowie laufender Beratung über die Vegetationsperiode erhalten die Bauern auch Abnahmegarantien, die mit einer Preisprämie durch AUSTRIA JUICE honoriert werden. 2007 wurde ein weiteres Projekt mit Vertragsanbau in Polen gestartet. Aus diesen beiden Projekten stammten im Geschäftsjahr rund 7 % der weltweit von AUSTRIA JUICE verarbeiteten Äpfel für die Produktion von Apfelsaftkonzentrat. 

Im Geschäftsjahr 2016|17 nahmen 50 % der Vertragsanbauern von Äpfeln in Ungarn eine Selbstbewertung bezüglich ökologischer und sozialer Produktionsbedingungen auf ihren Betrieben im Rahmen des FSA-Fragebogens vor, wobei 40 % der Teilnehmer Gold-Status, der Rest Silber-Status erreichten. Die Ergebnisse wurden bisher nicht extern verifiziert. Im Geschäftsjahr 2017|18 soll der FSA-Fragebogen auch bei den Vertragsanbauern von Äpfeln in Polen zum Einsatz kommen.

Der Natürliche Mehrwert.

  • Zucker.
  • Stärke.
  • Frucht.