Wertschöpfungskette

Zur besseren Lesbarkeit drehen Sie bitte Ihr Smartphone.

Vom Rohstoff zum Produkt:
Die AGRANA Wertschöpfungskette im
SegmentStärke

Rohstoffbeschaffung
im Segment Stärke

Nachhaltigkeit ist für AGRANA integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Sie beginnt für uns lange vor der industriellen Verarbeitung agrarischer Rohstoffe mit deren Beschaffung. In unserem, in der EU produzierenden, Geschäftssegment Stärke veredeln wir primär Mais, Weizen und Kartoffeln zu hochwertigen Stärkeprodukten für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und auch "Non-Food"-Anwendungen. Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil unseres Segments Stärke. Wir bieten gentechnikfreie und auch eine breite Palette an Bioprodukten an.

In unserem Segment Stärke erfolgten im Geschäftsjahr 2014|15 erste Schritte zur Umsetzung der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte für aus Vertragsanbau in Österreich zur Verarbeitung in unserer Kartoffelstärkefabrik in Gmünd|Österreich bezogene Kartoffeln.

Mitgliedschaft bei der SAI:

2016|17 haben wir den Einsatz des Farm Sustainability Assessment (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) zur Dokumentation nachhaltigen Wirtschaftens für Kartoffelvertragsanbauer fortgesetzt. Fast zwei Drittel der im Berichtsjahr 2016|17 freiwillig an der betrieblichen Selbstbewertung bezüglich nachhaltiger Anbaupraktiken teilnehmenden Vertragslieferanten für Kartoffeln in Österreich erreichten Gold-Status, rund ein Drittel Silber-Status. 16 %, d.h. 201 österreichische Lieferbetriebe für Kartoffeln nahmen teil. Im Geschäftsjahr 2017|18 wird die bisher freiwillige Beantwortung des FSA-Fragebogens zusätzlich für eine Auswahl an Vertragslieferanten verpflichtend. Entsprechend dem im Juni 2016 veröffentlichten „SAI FSA Implementation Framework“ ist zukünftig auch die externe Verifizierung der Selbstauskünfte vorgesehen. Zusätzlich sollen auch Vertragsanbauer von Kartoffeln aus Tschechien in das überarbeitete Dokumentationssystem aufgenommen werden.

Im Bereich der Getreidebeschaffung von Vertragsanbauern decken wir uns v.a. mit Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais und zertifiziert gentechnikfreiem Mais) zur Verarbeitung in unserer Maisstärkefabrik in Aschach|Österreich ein.

Im Geschäftsjahr 2017|18 wird auch in diesem Beschaffungsbereich die Beantwortung des FSA-Fragebogens für Vertragslieferanten verpflichtend. Entsprechend dem im Juni 2016 veröffentlichten „SAI FSA Implementation Framework“ ist auch die externe Verifizierung der Selbstauskünfte vorgesehen.

Bei der Beschaffung von Getreide für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion in Pischelsdorf |Österreich vertrauen wir seit Jahren auf nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und RedCert EU zertifizierte Rohstoffe. 2015|16 haben wir erstmals auch bio-zertifzierten Weizen verarbeitet.

Mais zur Verarbeitung in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich stammt aus der EU und wird über den Getreidehandel bezogen.

ISCC:

Die Transportwege
im Segment Stärke

Wenngleich der Transport der Rohstoffe und Stärkeprodukte je nach Berechnungsmethode und Land nur einen vergleichsweise geringen Einfluss auf den Carbon-Footprint unserer Produkte hat, versuchen wir trotzdem auch die Transporte so weit wie infrastrukturell und wirtschaftlich möglich nachhaltig zu gestalten.

AGRANA Stärkeproduktion

Aufgrund unserer Nähe zur agrarischen Urproduktion fühlen wir uns der Schonung aller natürlichen Ressourcen auf besondere Weise verpflichtet. Diese Selbstverpflichtung haben wir in der für unsere Produktionsprozesse gültigen AGRANA-Umweltpolitik, die wesentliche Aspekte wie Energieeinsatz und Emissionen, Wasser- und Abfall-Management abdeckt, niedergeschrieben.

Als energieintensiver Veredler agrarischer Rohstoffe streben wir die laufende Optimierung unseres Energieverbrauchs sowie die kontinuierliche Verbesserung unserer Energieeffizienz an. Zur Umsetzung dieser Ziele integrieren wir ein Energiemanagementsystem, basierend auf Standards wie ISO 50001, in unser bestehendes Qualitätsmanagementsystem. Unsere Produktionsstandorte in Österreich wurden im Herbst 2014 nach ISO 50001 zertifiziert.

ISO 50001 zertifiziert:

In unserer Energiepolitik setzen wir v.a. auf:

  • ErdgasIm Geschäftsjahr 2016|17 deckten wir rund 97 % des direkten Energiebedarfes mit diesem emissionsarmen Energieträger, den Rest mit erneuerbaren Energieträgern.

  • Größtmögliche AbwärmenutzungZum Beispiel betreiben wir am Standort Pischelsdorf|Österreich seit dem Geschäftsjahr 2013|14 eine Wärmerückgewinnungsanlage in der Futtermitteltrocknung, die pro Jahr rund 8.000 Tonnen CO2 einspart.

  • Eigenversorgung mit EnergieSeit Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage am kombinierten Standort Pischelsdorf nutzen wir Faulgas aus der Abwasserreinigungsanlage zur Produktion von Biogas.

  • Kontinuierliche und systematische Verbesserung des spezifischen Energieverbrauches durch unser EnergiemanagementsystemIm Herbst 2014 wurde an unseren österreichischen Stärkeproduktionsstandorten ein Energiemanagementsystem eingeführt und nach ISO 50001 zertifiziert. Im Rahmen kontinuierlicher Verbesserung haben wir uns standortindividuelle Effizienzverbesserungen, konkret die Reduktion von 50 GWh im Rahmen von Effizienzsteigerungsprojekten in einzelnen Anlagenteilen bis 2020|21 zum Ziel gesetzt.

In unseren Stärkefabriken wird gemäß unserer AGRANA-Umweltpolitik ein nachhaltiger Umgang mit dem eingesetzten Wasser und Abwässern gepflegt. Wasser wird in Kreisläufen mit Wiederaufbereitung geführt.

In unserer kombinierten Bioethanol- und Weizenstärkeproduktion am Standort Pischelsdorf|Österreich setzen wir seit der Inbetriebnahme der Weizenstärkefabrik in der Bioethanolerzeugung im Regelbetrieb kein Frischwasser mehr ein, da das zur Einmaischung notwendige Wasser durch Dampfkondensat bzw. den Slurry der Weizenstärkefabrik zugeführt wird.

Segment Stärke 2016 | 17
Wassereinsatz in m3 pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte 3,93
Abwasser in m3 pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte 4,65

Die möglichst vollständige Verwertung agrarischer Einsatzstoffe in Form vermarktbarer Haupt- und Nebenprodukte ist für uns unternehmerische Pflicht und gelebte gesellschaftliche Verantwortung.

Segment Stärke 2016 | 17 in Tonnen
Entsorgte Abfälle 22.056
Davon gefährliche Abfälle 96>/td>
Abfall pro Tonne Produkt 1,8 %
Gefährliche Abfälle Pro Tonne Produkt 0,008 %
Entsorgte Abfälle nach Entsorgungsart
Kompostierung 16.684
Energetische Verwertung 2.316
Wiederverwendung 24
Recycling 507
Deponierung 23
Andere 2.502


* Basierend auf der Input-Output-Jahresbilanz der AGRANA Maisstärkefabrik in Aschach | Österreich im Geschäftsjahr 2012|13. Werte wurden auf Basis der Trockensubstanz berechnet.

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2016|17 arbeiteten 912 Mitarbeiter in unserem Segment Stärke. Sie machen durch ihr Engagement, ihre Vielfalt an Kompetenzen, Erfahrungen und Perspektiven unseren Erfolg aus.

AGRANA versucht einen interessanten Arbeitsplatz, Möglichkeiten der fachlichen Aus- und Weiterbildung und persönlichen Entwicklung sowie ein Arbeitsklima, in dem man sich respektiert, integriert und zusammengehörig fühlt, anzubieten.

Mitarbeiter im Segment Stärke(zum Stichtag 28. Februar 2017)

Befristete Dienstverhältnisse

54

20,4 %

Unbefristete Dienstverhältnisse

871

23,1 %

Arbeiter585

12,3 %

Angestellte286

45,1 %

Angestellte in Management Positionen

50

16 %

Davon Top Management

3

33,3 %

Mitarbeiter Gesamt

Mitarbeiter weiblich



Arbeitssicherheit im Segment Stärke

Am Ende des Tages zählt, dass alle unsere Mitarbeiter gesund nach Hause zurückkehren. Dieses Ziel versuchen wir durch regelmäßige Schulungen zu sicheren Arbeitsprozessen, die Umsetzung von Best-Practices und die Bereitstellung von Arbeitssicherheitsmaterialien im Rahmen unserer "Zero Accidents"-Politik zu erreichen.

Im Geschäftsjahr 2013|14 haben wir erstmals weltweit einheitlich definierte Kennzahlen zur Arbeitssicherheit und Gesundheit erhoben. Im Geschäftsjahr 2017|18 sollen weniger als 12 Arbeitsunfälle zu beklagen sein.

Verletzungsrate 16 | 17(Unfälle/100 Mitarbeiter p.a.)

2,2

1,0

<2,5

Ausfallstagequote 16 | 17(Ausfallstage/100 Mitarbeiter p.a.)

24,3

7,1

28,9

Abwesenheitsrate 16 | 17(Ausfallsstunden durch Unfall & Krankheit/ 100 Mitarbeiter p.a.)

7.260,7

6.281,5

7.526,8

Mitarbeiter Gesamt

Mitarbeiter weiblich

Mitarbeiter männlich

Arbeitsbedingungen & deren Kontrolle

Wir haben im Geschäftsjahr 2014|15 unseren AGRANA-Verhaltenskodex überarbeitet, der für alle Mitarbeiter weltweit (soziale) Mindeststandards und Verhaltensregeln vorgibt.

SEDEX :

Im Rahmen unserer seit 2009 bestehenden Mitgliedschaft bei der Supplier Ethical Exchange Database ( SEDEX ) nehmen alle unsere Produktionsstandorte jährlich ein SEDEX Self-Assessment vor. Um unser Engagement in diesem Bereich zu untermauern, haben wir im Herbst 2014 an unseren österreichischen Produktionsstandorten Aschach, Gmünd und Pischelsdorf 4-Pillar SMETA-Audits durch unabhängige Dritte durchführen lassen. Die Auditberichte stehen SEDEX -Mitgliedern auf der Online-Plattform der Organisation zur Verfügung.

Trainingsstunden der Mitarbeiter

Aus- und Weiterbildung sowie persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter ist uns wichtig. Unsere Mitarbeiter im Segment Stärke haben im Geschäftsjahr 2016|17 durchschnittlich 20,3 Trainingsstunden absolviert. Insgesamt absolvierten 76,5 % der Mitarbeiter ein Training. Die Aus- und Weiterbildungskosten betrugen 0,7 % der Lohn- und Gehaltssumme.

Ecovadis

Eine im September 2015 durchgeführte Bewertung der AGRANA Stärke GmbH durch die Lieferantenbewertungsplattform Ecovadis bestätigte uns "Gold Status". AGRANA Stärke GmbH gehört mit diesem Ergebnis zu den 5 % Top-Performern, die von EcoVadis bewertet wurden.

Vielseitige Stärkeprodukte

Wir erzeugen native und modifizierte Stärken, Verzuckerungsprodukte, Alkohole/Bioethanol sowie Futter- und Düngemittel in konventioneller und in Bio-Qualität sowie gentechnikfrei. Unsere Produkte finden in einer Vielzahl von Anwendungen in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, aber auch der Papier-, Textil-, bauchemischen und pharmazeutischen Industrie sowie in der Kosmetik- und Mineralölindustrie Verwendung. Nicht zu vergessen werden sie auch als Futter- oder Düngemittel in der Tierzucht und der Landwirtschaft eingesetzt.

Einige unserer Zertifizierungen:
Hauptprodukte:
Nebenprodukte:

Finden Sie Ihr Produkt