Wertschöpfungskette

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Vom Rohstoff zum Produkt:
Die AGRANA Wertschöpfungskette im
SegmentStärke

Rohstoffbeschaffung
im Segment Stärke

Nachhaltigkeit ist für AGRANA integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Sie beginnt für uns lange vor der industriellen Verarbeitung agrarischer Rohstoffe mit deren Beschaffung. In unserem, in der EU produzierenden, Geschäftssegment Stärke veredeln wir primär Mais, Weizen und Kartoffeln zu hochwertigen Stärkeprodukten für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und auch "Non-Food"-Anwendungen. Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil unseres Segments Stärke. Wir bieten gentechnikfreie und auch eine breite Palette an Bioprodukten an.

In unserem Segment Stärke erfolgten im Geschäftsjahr 2014|15 erste Schritte zur Umsetzung der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte für, aus Vertragsanbau in Österreich und der Tschechischen Republik, zur Verarbeitung in unserer Kartoffelstärkefabrik in Gmünd|Österreich bezogene Kartoffeln.

Mitgliedschaft bei der SAI:

Im Rahmen des Abgleichs der EU-Cross Compliance und der gesetzlichen Vorgaben der Anbauländer Österreich und Tschechien mit den Anforderungen der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) wurde dem Kartoffelanbau in Österreich und Tschechien von SAI der Bronze-Status verliehen. Basierend auf dem Farm Sustainability Assessment (FSA), einem Fragebogen zur betrieblichen Selbstbewertung der SAI, erzielten 2015|16 über 50% der landwirtschaftlichen Betriebe Gold-, der Rest Silber-Status. Das bedeutet, dass die Teilnehmer zusätzlich zu den EU- und im jeweiligen Land gültigen gesetzlichen Regelungen noch weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Betriebe umsetzen. Für das Anbaujahr 2016 sind die Teilnahme weiterer Anbauer am FSA und die weitere Implementierung eines Verifizierungsprozesses im Rahmen einer betriebsspezifisch gruppierten Zufallsstichprobe geplant.

Im Bereich der Getreidebeschaffung von Vertragsanbauern decken wir uns v.a. mit Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais und zertifiziert gentechnikfreiem Mais) zur Verarbeitung in unserer Maisstärkefabrik in Aschach|Österreich ein.

Auch in diesem Beschaffungsbereich sind durch die direkte Zusammenarbeit mit den Landwirten und den regulatorischen Rahmen der EU nachhaltige Produktionsbedingungen sichergestellt.

Bei der Beschaffung von Getreide für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion in Pischelsdorf |Österreich vertrauen wir seit Jahren auf nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und RedCert EU zertifizierte Rohstoffe. 2015|16 haben wir erstmals auch bio-zertifzierter Weizen verarbeitet.

Mais zur Verarbeitung in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich stammt aus der EU und wird über den Getreidehandel bezogen.

ISCC:

Die Transportwege
im Segment Stärke

Wenngleich der Transport der Rohstoffe und Stärkeprodukte je nach Berechnungsmethode und Land nur einen vergleichsweise geringen Einfluss auf den Carbon-Footprint unserer Produkte hat, versuchen wir trotzdem auch die Transporte so weit wie infrastrukturell und wirtschaftlich möglich nachhaltig zu gestalten.

AGRANA Stärkeproduktion

Aufgrund unserer Nähe zur agrarischen Urproduktion fühlen wir uns der Schonung aller natürlichen Ressourcen auf besondere Weise verpflichtet. Diese Selbstverpflichtung haben wir in der für unsere Produktionsprozesse gültigen AGRANA-Umweltpolitik, die wesentliche Aspekte wie Energieeinsatz und Emissionen, Wasser- und Abfall-Management abdeckt, niedergeschrieben.

Als energieintensiver Veredler agrarischer Rohstoffe streben wir die laufende Optimierung unseres Energieverbrauchs sowie die kontinuierliche Verbesserung unserer Energieeffizienz an. Zur Umsetzung dieser Ziele integrieren wir ein Energiemanagementsystem, basierend auf Standards wie ISO 50001, in unser bestehendes Qualitätsmanagementsystem. Unsere Produktionsstandorte in Österreich wurden im Herbst 2014 nach ISO 50001 zertifiziert.

ISO 50001 zertifiziert:

In unserer Energiepolitik setzen wir v.a. auf:

  • ErdgasIm Geschäftsjahr 2015|16 deckten wir rund 98 % des direkten Energiebedarfes mit diesem emissionsarmen Energieträger, den Rest mit erneuerbaren Energieträgern.

  • Größtmögliche AbwärmenutzungZum Beispiel betreiben wir am Standort Pischelsdorf|Österreich seit dem Geschäftsjahr 2013|14 eine Wärmerückgewinnungsanlage in der Futtermitteltrocknung, die pro Jahr rund 8.000 Tonnen CO2 einspart.

  • Eigenversorgung mit EnergieSeit Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage am kombinierten Standort Pischelsdorf nutzen wir Faulgas aus der Abwasserreinigungsanlage zur Produktion von Biogas.

  • Kontinuierliche und systematische Verbesserung des spezifischen Energieverbrauches durch unser EnergiemanagementsystemIm Herbst 2014 wurde an unseren österreichischen Stärkeproduktionsstandorten ein Energiemanagementsystem eingeführt und nach ISO 50001 zertifiziert. Im Rahmen kontinuierlicher Verbesserung haben wir uns standortindividuelle Effizienzverbesserungen, konkret die Reduktion von jährlich 50 GWh im Rahmen von Effizienzsteigerungsprojekten in einzelnen Anlagenteilen zum Ziel gesetzt.

In unseren Stärkefabriken wird gemäß unserer AGRANA-Umweltpolitik ein nachhaltiger Umgang mit dem eingesetzten Wasser und Abwässern gepflegt. Wasser wird in Kreisläufen mit Wiederaufbereitung geführt.

In unserer kombinierten Bioethanol- und Weizenstärkeproduktion am Standort Pischelsdorf|Österreich setzen wir seit der Inbetriebnahme der Weizenstärkefabrik in der Bioethanolerzeugung im Regelbetrieb kein Frischwasser mehr ein, da das zur Einmaischung notwendige Wasser durch Dampfkondensat bzw. den Slurry der Weizenstärkefabrik zugeführt wird.

Segment Stärke 2015 | 16
Wassereinsatz in m3 pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte 3,83
Abwasser in m3 pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte 4,35

Die möglichst vollständige Verwertung agrarischer Einsatzstoffe in Form vermarktbarer Haupt- und Nebenprodukte ist für uns unternehmerische Pflicht und gelebte gesellschaftliche Verantwortung.

Segment Stärke 2015 | 16 in Tonnen
Entsorgte Abfälle 17.665
Davon gefährliche Abfälle 21
Abfall pro Tonne Produkt 1,6 %
Gefährliche Abfälle Pro Tonne Produkt 0,002 %
Entsorgte Abfälle nach Entsorgungsart
Kompostierung 13.030
Energetische Verwertung 1.490
Wiederverwendung 700
Recycling 377
Deponierung 0
Andere 2.064


* Basierend auf der Input-Output-Jahresbilanz der AGRANA Maisstärkefabrik in Aschach | Österreich im Geschäftsjahr 2012|13. Werte wurden auf Basis der Trockensubstanz berechnet.

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2015|16 arbeiteten 887 Mitarbeiter in unserem Segment Stärke. Sie machen durch ihr Engagement, ihre Vielfalt an Kompetenzen, Erfahrungen und Perspektiven unseren Erfolg aus.

AGRANA versucht einen interessanten Arbeitsplatz, Möglichkeiten der fachlichen Aus- und Weiterbildung und persönlichen Entwicklung sowie ein Arbeitsklima, in dem man sich respektiert, integriert und zusammengehörig fühlt, anzubieten.

Mitarbeiter im Segment Stärke(zum Stichtag 29. Februar 2016)

Befristete Dienstverhältnisse

44

20,5 %

Unbefristete Dienstverhältnisse

837

22,3 %

Arbeiter574

12,4 %

Angestellte263

44,1 %

Angestellte in Management Positionen

49

14,3 %

Davon Top Management

3

33,3 %

Mitarbeiter Gesamt

Mitarbeiter weiblich



Arbeitssicherheit im Segment Stärke

Am Ende des Tages zählt, dass alle unsere Mitarbeiter gesund nach Hause zurückkehren. Dieses Ziel versuchen wir durch regelmäßige Schulungen zu sicheren Arbeitsprozessen, die Umsetzung von Best-Practices und die Bereitstellung von Arbeitssicherheitsmaterialien im Rahmen unserer "Zero Accidents"-Politik zu erreichen.

Im Geschäftsjahr 2013|14 haben wir erstmals weltweit einheitlich definierte Kennzahlen zur Arbeitssicherheit und Gesundheit erhoben. Im Geschäftsjahr 2016|17 sollen weniger als 12 Arbeitsunfälle zu beklagen sein.

Verletzungsrate 15 | 16(Unfälle/100 Mitarbeiter p.a.)

1,6

0,5

<1,8

Ausfallstagequote 15 | 16(Ausfallstage/100 Mitarbeiter p.a.)

23,1

2,2

28,5

Abwesenheitsrate 15 | 16(Ausfallsstunden durch Unfall & Krankheit/ 100 Mitarbeiter p.a.)

7.400,9

7.522,5

7.369,3

Mitarbeiter Gesamt

Mitarbeiter weiblich

Mitarbeiter männlich

Arbeitsbedingungen & deren Kontrolle

Wir haben im Geschäftsjahr 2014|15 unseren AGRANA-Verhaltenskodex überarbeitet, der für alle Mitarbeiter weltweit (soziale) Mindeststandards und Verhaltensregeln vorgibt.

SEDEX :

Im Rahmen unserer seit 2009 bestehenden Mitgliedschaft bei der Supplier Ethical Exchange Database ( SEDEX ) nehmen alle unsere Produktionsstandorte jährlich ein SEDEX Self-Assessment vor. Um unser Engagement in diesem Bereich zu untermauern, haben wir im Herbst 2014 an unseren österreichischen Produktionsstandorten Aschach, Gmünd und Pischelsdorf 4-Pillar SMETA-Audits durch unabhängige Dritte durchführen lassen. Die Auditberichte stehen SEDEX -Mitgliedern auf der Online-Plattform der Organisation zur Verfügung.

Trainingsstunden der Mitarbeiter

Aus- und Weiterbildung sowie persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter ist uns wichtig. Unsere Mitarbeiter im Segment Stärke haben im Geschäftsjahr 2015|16 durchschnittlich 18,4 Trainingsstunden absolviert. Insgesamt absolvierten 71,3 % der Mitarbeiter ein Training. Die Aus- und Weiterbildungskosten betrugen 0,6 % der Lohn- und Gehaltssumme.

Ecovadis

Eine im September 2015 durchgeführte Bewertung der AGRANA Stärke GmbH durch die Lieferantenbewertungsplattform Ecovadis bestätigte uns "Gold Status". AGRANA Stärke GmbH gehört mit diesem Ergebnis zu den 5 % Top-Performern, die von EcoVadis bewertet wurden.

Vielseitige Stärkeprodukte

Wir erzeugen native und modifizierte Stärken, Verzuckerungsprodukte, Alkohole/Bioethanol sowie Futter- und Düngemittel in konventioneller und in Bio-Qualität sowie gentechnikfrei. Unsere Produkte finden in einer Vielzahl von Anwendungen in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, aber auch der Papier-, Textil-, bauchemischen und pharmazeutischen Industrie sowie in der Kosmetik- und Mineralölindustrie Verwendung. Nicht zu vergessen werden sie auch als Futter- oder Düngemittel in der Tierzucht und der Landwirtschaft eingesetzt.

Einige unserer Zertifizierungen:
Hauptprodukte:
Nebenprodukte:

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