Produktion

PRODUKTION

AGRANA fühlt sich der Schonung aller natürlichen Ressourcen auf besondere Weise verpflichtet. Diese Selbstverpflichtung hat AGRANA in ihrer für die eigenen Produktionsprozesse gültigen Umweltpolitik niedergeschrieben. Diese enthält AGRANAs Managementansatz für die Themen Energieeinsatz und Emissionen, Wassernutzung und Abwasser sowie Abfall.

Einen Schwerpunkt bildet dabei die einzigartige, beinahe vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe und der Einsatz energieeffizienter, emissionsarmer Produktionstechnologien. Im Umweltbereich zeigt sich eindrucksvoll, dass ökologische und soziale Verantwortung mit unternehmerischer Vernunft Hand in Hand gehen.

Rohstoffnutzung

Vollständige Rohstoffnutzung

Für AGRANA sind die von ihr eingesetzten agrarischen Rohstoffe viel zu wertvoll, um nicht vollständig genutzt zu werden. Im Zuge dieses konzernweiten "Prinzips der vollständigen Verwertung" hat es sich AGRANA  zur Aufgabe gemacht, alle wertvollen Bestandteile der eingesetzten Rohstoffe, wie Kohlehydrate, Eiweiß, Fasern und Mineralstoffe, in marktfähige, nachgefragte Produkte zu verwandeln. Je besser dies gelingt, umso weniger Reststoffe und Abfall gilt es zu entsorgen und umso größer der kommerzielle Erfolg. Diese beinahe vollständige Verwertung agrarischer Einsatzstoffe, gepaart mit einem hohen Qualitätsanspruch, stellt die Basis für ein geringes Abfallaufkommen im Konzern dar.

Futter- & Düngemittelproduktion schließt den ökologischen Kreislauf

AGRANA stellt parallel zu den bekannten hochqualitativen Lebensmitteln bzw. Vorprodukten vor allem in den Geschäftssegmenten Zucker und Stärke ein großes Portfolio wertvoller „Nebenprodukte“ her. Pro Tonne Zucker wird zusätzlich rund eine Tonne Nebenprodukte erzeugt, im Stärkebereich werden pro Tonne Stärke rund 600 kg Nebenprodukte hergestellt.

Von den Zucker- und Stärkewerken werden die Nebenprodukte Carbokalk und Kartoffelrestfruchtwasser als Dünge- und Bodenverbesserungsmittel angeboten. Rübenschnitzel, Kartoffeleiweiß und DDGS (Distillers Dried Grains with Solubles), das unter dem Namen ActiProt vermarktet wird, werden als hochwertige Futtermittel vertrieben. Auch im Segment Frucht werden anfallende Trester an die Pektinindustrie oder als Futtermittel verkauft.

Diese "Nebenprodukte" leisten einerseits einen wichtigen Beitrag zur  Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und erfüllen andererseits auch eine ökologische Funktion. Da sie  vielfach als Futter- und Düngemittel eingesetzt werden, finden wichtige Mineral- und Nährstoffe im Rahmen eines geschlossenen Kreislaufes wieder zurück in die Natur.

 

Vorbildliche Input-/Output-Bilanz an Standort Aschach|Österreich

Zur Illustration des Prinzips kann als Beispiel eine Input-Output-Jahresbilanz der AGRANA Maisstärkefabrik in Aschach|Österreich herangezogen. Die Werte wurden auf Basis der Trockensubstanz berechnet.

Im Stärkewerk Aschach wurden im Geschäftsjahr 12|13 aus 356.000 Tonnen garantiert gentechnikfreiem Mais sowie rund 3.000 Tonnen Hilfs- und Betriebsstoffen insgesamt 228.000 Tonnen marktfähige Stärke- und Verzuckerungsprodukte, 82.000 Tonnen Futter- und Düngemittel, 24.000 Tonnen Maiskeime zur Erzeugung von Maiskeimöl sowie 18.000 Tonnen Vorprodukte zur Weiterverarbeitung in der Kartoffelstärkefabrik in Gmünd|Österreich erzeugt. Weiters dienten 2.000 Tonnen Maisspindeln, Maisstaub und andere organische Reststoffe als Energieträger in den nahegelegenen Biogasanlagen. Insgesamt wurden daher aus 359.000 Tonnen Einsatzstoffen 354.000 Tonnen wertvolle Produkte gewonnen und damit 98,6 % der Inputfaktoren verwertet.

"Aus Eins mach Vier" - Ressourceneffizienz am Standort Pischelsdorf

Am Standort Pischelsdorf wird durch die enge Integration der Weizenstärkeanlage und der Bioethanolfabrik das eingesetzte Getreide zu 100 Prozent verwertet. So gehen die bei der Herstellung von Weizenstärke und –gluten ungenutzt bleibenden Rohstoffbestandteile in die Bioethanolerzeugung sowie in die Herstellung des hochwertigen, gentechnikfreien Eiweißfuttermittels ActiProt®. Gemeinsam mit hochreinem CO2, welches der Industriegaskonzern Air Liquide aus den Gärtanks der Bioethanolanlage gewinnt, werden am Standort Pischelsdorf aus nur einem Rohstoff somit vier hochwertige Produkte hergestellt .

Weitere Details finden Sie hier

 

Energie & Emissionen

Energie & Emissionen

Als energieintensiver Produktionsbetrieb ist Energieeffizienz unser zentrales unternehmerisches Interesse. Daher setzt AGRANA im Rahmen von Investitionsentscheidungen auf den Einsatz emissionsarmer Primärenergieträger.

Im Geschäftsjahr 2017|18 deckten wir rund 74 % des direkten Gesamtenergieeinsatzes durch Erdgas. Etwa 11 % des direkten Gesamtenergieverbrauchs stammten aus erneuerbaren Quellen.

Die Energiemanagementsysteme von 50% unserer Produktionsstandorte sind ISO 50001 zertifiziert. 

Folgende Ziele haben sich AGRANAs Geschäftssegmente bis 2020|21 gesetzt:

Zucker

Reduktion des spezifischen direkten Energieeinsatzes pro Tonne Produkt (d.h. Haupt- und Nebenprodukte) um 5 % gegenüber dem Basisjahr 2013|14

Stärke

Standortindividuelle Effizienzverbesserungen (Reduktion von 50 GWh bis 2020|21) im Rahmen von Effizienzsteigerungs-
projekten

Fruchtzubereitung & Erstverarbeitung

Reduktion des direkten und indirekten Energieeinsatzes pro Tonne Produkt um 6,8 % gegenüber 2013|14

Fruchtsaft-
konzentrate

Beibehaltung des Energieeinsatzes pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte auf dem Level des Jahres 2014|15

Energieeinsatz & Emissionen
in der / durch die Veredelung in AGRANA-Fabriken

Energieeinsatz in der Veredelung

Energieeinsatz in der Veredelung

(in den GRI-Berichtsgrenzen)

 

Emissionen durch die Veredelung

Wasser & Abwasser

Wasser & Abwasser

Wasser ist für alle unsere Produktionsprozesse essenziell.  Umso wichtiger ist eine nachhaltige  Wassernutzung und -ableitung an allen Standorten.

Besonders clever: Wir nutzen das in den landwirtschaftlichen Rohstoffen gebundene Wasser für die Produktion. So wird ein großer Teil des Wassers, das eine Zuckerfabrik benötigt, schon mit dem Rohstoff – der Rübe – in die Fabrik gebracht. Zuckerrüben bestehen zu ca. 75% aus Wasser, das während der Herstellung vom Zucker getrennt wird. Dieses Wasser wird sowohl für die Auslaugung des Zuckers aus den Schnitzeln als auch für den Transport und die Reinigung der Rüben verwendet. Das eingesetzte Wasser wird immer wieder gereinigt und im Kreislauf geführt. Ähnlich funktioniert das auch bei der Herstellung von Saftkonzentrat aus Äpfeln, die ca. 86% Wasser enthalten.

Werkseigene oder kommunale Kläranlagen an allen Standorten sorgen für eine umweltgerechte Aufbereitung der entstehenden Abwässer. Es werden nur gereinigte und den jeweils geltenden Umweltstandards entsprechende Abwässer abgegeben.

Wassernutzung & -abgabe in der Veredelung

in den
AGRANA-Zuckerfabriken

Wassernutzung & -abgabe in der Veredelung in AGRANA-Zuckerfabriken 2017|18  (in den GRI-Berichtsgrenzen)

 

2017|18

2016|17

2015|16

Wassereinsatz in m³ pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte

2,14

1,61

1,78

Wasserabgabe in m³ pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte

3,19

2,78

2,81

 

in den
AGRANA-Stärkefabriken

Wassernutzung & -abgabe in der Veredelung in AGRANA-Stärkefabriken 2017|18 (in den GRI-Berichtsgrenzen)

 

2017|8

2016|17

2015|16

Wassereinsatz in m³ pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte

4,49

4,02

4,18

Wasserabgabe in m³ pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte

4,69

4,76

4,35

in den
AGRANA-Fruchtverarbeitungswerken

Wassernutzung & -abgabe in der Veredelung in AGRANA-Fruchtverarbeitungswerken 2017|18 (in den GRI-Berichtsgrenzen)

 

2017|18

2016|17

2015|16

Wassereinsatz in m³ pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte

4,394,274,27

Wasserabgabe in m³ pro Tonne Haupt- & Nebenprodukte

4,034,073,99

Abfall:
Hoher Verwertungsgrad & Qualitätsanspruch
reduzieren Abfallaufkommen

Wie AGRANA entsorgt:
Die beinahe vollständige Verwertung agrarischer Einsatzstoffe, gepaart mit einem hohen Qualitätsanspruch, stellt die Basis für ein geringes Abfallaufkommen im Konzern dar.

Abfallaufkommen in der AGRANA-Gruppe

Abfallaufkommen in der AGRANA-Gruppe (siehe Berichtsgrenzen)

(Quelle: Berichte beauftragter Entsorgungsunternehmen bzw. AGRANA-Eigenberechnungen)

 


Segment Zucker


Segment Stärke


Segment Frucht

Geschäftsjahr17|1817|1817|18
Entsorgte Abfälle in Tonnen72.51337.08231.877
  davon gefährliche Abfälle19841238
  Abfall pro Tonne Produkt 2,9%3,0%3,8%
  gefährliche Abfälle pro Tonne Produkt0,008%0,003%0,028%
Abfälle nach Entsorgungsarten (in Tonnen)   
Kompostierung1.10720.8092.753
Energetische Verwertung7101.642855
Wiederverwendung9.8669.8422.026
Recycling4.04560910.125
Deponierung39.777715.454
Andere16.8094.133

425

Bioprodukte

BIO in allen Geschäftsbereichen

Bio ist mehr als nur ein Trend! Wir bei AGRANA haben das steigende Nachhaltigkeits- und Gesundheitsbewusstsein der Menschen und die wachsende Nachfrage nach Bio-Produkten schon früh erkannt. Wir bieten in allen Geschäftsbereichen Bio-Produkte an – durch unabhängige Kontrollstellen zertifiziert.

Wiener Zucker
in Bio-Qualität

Wiener Zucker in Bio-Qualität

Während Bio-Zucker in der Vergangenheit als Bio-Rohrzucker vor allem aus Afrika importiert wurde, produzierte AGRANA in der Kampagne 2008|09 erstmals Bio-Rübenzucker nach den Vorgaben der EU-Verordnung über den ökologischen Landbau. In der ersten Anbausaison 2008 wurden rund 300 ha Anbaufläche von etwa 80 Betrieben bewirtschaftet. Innerhalb weniger Jahre haben sich diese Zahlen mehr als verdoppelt.

Bei der Herstellung von Bio-Zuckerwerden als Co-Produkte auch Bio-Futter- und -Düngemittel erzeugt. Mit dieser nahezu vollständigen Verwertung der landwirtschaftlichen Rohstoffe werden Abfälle reduziert und der Grundgedanke ökologischen Wirtschaftens vollständig gelebt.

AGRANAs Bio-Rübenzucker ist unter der Marke „Wiener Zucker“ im Einzelhandel erhältlich und wird an die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie verkauft.

Produktfinder

Bio-Stärke

Bio-Stärke

Im Segment Stärke verarbeitet AGRANA im Werk Gmünd Bio-Kartoffel und in Aschach Bio-Mais zu Bio-Stärke und –Stärkederivaten. Dabei werden modernste, umweltschonende Methoden eingesetzt. Die AGRANA-Werke in Aschach an der Donau und Gmünd gehören zu den ersten Verarbeitungsbetrieben Europas, die als zertifizierte Bio-Verarbeiter im Industriebereich tätig sind.

Eingesetzt wird Bio-Stärke in beinahe allen verarbeiteten Bio-Produkten der Nahrungs- und Genussmittelindustrie und ist in Puddings, Suppen und Saucen, Snacks sowie Gummi- oder Geleeartikeln ein nicht wegzudenkendes Bindemittel sowie Konsistenz- und Geschmacksgeber.

Zum Produktportfolio

Bio-Fruchtzubereitungen

Bio-Fruchtzubereitungen

Wie Studien zeigen, zählen Bio-Fruchtjoghurts nach Eiern, Milch und Bananen zu den im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel am meisten gekauften Bio-Lebensmitteln. Die darin enthaltenen Früchte stammen mit großer Wahrscheinlichkeit von AGRANA, da AGRANA Fruit Austria und Germany europäische Marktführer für Fruchtzubereitungen in Bio-Qualität sind. Diese werden seit über 20 Jahren auf Basis enger Entwicklungszusammenarbeit mit den Kunden in den Werken in Konstanz, Gleisdorf und Kröllendorf produziert.

Die strengen für Bio-Lebensmittel geltenden Vorschriften bedeuten auch für AGRANA erhöhte Anforderungen hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit von Zutaten. Für Fruchtzubereitungen für den Einsatz in Bio-Fruchtjoghurts dürfen gemäß EU-Verordnung weder Konservierungs- noch Farbstoffe zum Einsatz kommen, was erheblichen Einfluss auf die sorgfältige Auswahl der zu verarbeitenden Früchte hat. Weiters wird auf chemisch-synthetische Düngemittel zugunsten organischer Dünger wie Kompost, Mist oder Jauche vollkommen verzichtet. Unkraut und Schädlinge werden primär mechanisch oder mittels "natürlicher Feinde" bekämpft. Um diese Aspekte gewährleisten zu können, bezieht AGRANA ihre Rohstoffe fast ausschließlich von langfristig und partnerschaftlich verbundenen Farmern oder von eigenen Fruchtplantagen. In Polen und der Ukraine werden eigene Verarbeitungsanlagen betrieben, in denen erntefrische Früchte direkt vom Feld auch in Bio-Qualität sortiert, geputzt und tiefgekühlt werden.

Zum Produktportfolio

Bio-Fruchtsaftkonzentrate

Der Trend zu Bio-Produkten hat sich auch in der Getränkeindustrie fortgesetzt. Konsumenten haben immer stärkeren „Durst“ nach Bio-Säften, worauf AGRANA Juice reagiert und ihr Angebot durch zertifizierte Bio-Fruchtsaftkonzentrate erweitert hat. Die neue Bio-Linie umfasst Fruchtsaftkonzentrate in den Sorten Apfel und schwarzer Holunder; zusätzlich werden während der Herstellung von Apfelsaft auch wertvolle Aromen in Bio-Qualität gewonnen.

Im Zuge einer guten Kooperation mit den Vertragslandwirten strebt AGRANA Juice weiterhin eine Ausweitung des Bio-Kontraktanbaus an, um auch zukünftig eine exzellente und sichere Produktqualität für ihre Kunden zu garantieren.

In absehbarer Zeit wird AGRANA Juice - mit Blick auf weitere Konsumentwicklungen - ihre bestehende BIO-Linie zusätzlich mit hochwertigen, z.B. aus Himbeeren hergestellten, Buntsaftkonzentraten ergänzen.

Zum Produktportfolio

Biodiversität

Biodiversität

AGRANA legt besonderen Wert auf den Schutz der Ökosysteme und der Artenvielfalt. Wenngleich Biodiversität v.a. in AGRANAs vorgelagerter Lieferkette, in der Landwirtschaft, einen wichtigen Nachhaltigkeitsaspekt darstellt, bemüht sich AGRANA auch an ihren Produktionsstandorten um den Schutz lokaler Ökosysteme und den Erhalt der Biodiversität.

BIENEN-INITIATIVE

Die Erträge einer Vielzahl von Nutzpflanzen, besonders der Obstgewächse, sind stark von der Insektenbestäubung abhängig. Der Honigbiene, die neben Wind, Wasser, Vögeln, Hummeln und Wildbienen, zur Bestäubung beiträgt, kommt dabei besondere Bedeutung zu. Für AGRANA, als Veredler agrarischer Rohstoffe in den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht, ist die langfristige quantitative und qualitative Verfügbarkeit landwirtschaftlicher Rohstoffe Grundvoraussetzung ihrer Geschäftstätigkeit. Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten startete AGRANA daher im Frühjahr 2016 ein Projekt zum Schutz von Honigbienen. Konkret wurden an allen österreichischen AGRANA-Produktionsstandorten und auch am Verwaltungssitz der AGRANA-Zentrale jeweils zehn Bienenstöcke platziert.

FLEDERMAUS-PROJEKT

Im Waldviertel wurde 2013 in Zusammenarbeit mit dem Land NÖ eine Initiative zum Schutz der lokalen Fledermaus-Population ins Leben gerufen. Fledermäuse gelten als gefährdet und sind bei uns in ca. 25 verschiedenen Arten heimisch. Rund 30 Landwirte, allesamt Zulieferer von Speisekartoffeln an die AGRANA Stärkefabrik in Gmünd, haben an ihren Wirtschaftsgebäuden Fledermausbretter als Sommerquartiere angebracht, weil Strukturen wie Hohlräume in alten Bäumen oder Einflugöffnungen in Gebäuden zunehmend verloren gehen. Durch die Bereitstellung der Bretter, kann dieser Tierart konkret geholfen werden und Bestandskontrollen zeigten bald erste Erfolge durch die zunehmende Besiedelung der Ersatzquartiere.

Vogelschutz - WATVÖGEL

An den Absetzbecken der 2006 stillgelegten AGRANA Zuckerfabrik in Hohenau an der March|Österreich, in einem von der „RAMSAR Convention on Wetlands“ definierten Gebiet mit hohem Biodiversitätswert, bietet AGRANA in Zusammenarbeit mit dem Verein AURING auf dem ehemaligen Werksgelände selten gewordene Rastplätze für Wasservögel, v.a. aber für Watvögel, an. Sie stellen seit vielen Jahren ein interessantes Exkursionsziel für Ornithologen dar.

STEINKAUZ-PROJEKT

Der Steinkauz gilt unter den Brutvögel in Österreich als vom Aussterben bedroht. Er benötigt für sein Überleben eine kleinräumig strukturierte Landschaft, wie Streuobstwiesen mit Höhlenbäumen in einem dörflichen Umfeld. Diese Strukturen sind typisch für das westliche Mostviertel. Daher wir versucht den Steinkauz dort durch das Anbringen von Brutröhren anzusiedeln. 2016 hat AGRANA mit ihrem im Mostviertel ansässigen Unternehmen AUSTRIA Juice eine Patenschaft für den Steinkauz übernommen. Die Anschaffung und Montage von Steinkauz-Brutröhren sowie deren Wartung und Evaluierung durch das regional aktive „Forum Natur und Artenschutz“ werden damit finanziell unterstützt.