Biodiversität

AGRANA legt besonderen Wert auf den Schutz der Ökosysteme und der Artenvielfalt.

Wenngleich Biodiversität v.a. in AGRANAs vorgelagerter Lieferkette, in der Landwirtschaft, einen wichtigen Nachhaltigkeitsaspekt darstellt, bemüht sich AGRANA auch an ihren Produktionsstandorten um den Schutz lokaler Ökosysteme und den Erhalt der Biodiversität.

Biodiversität @ AGRANA

Bienen-Initiative

Die Erträge einer Vielzahl von Nutzpflanzen, besonders der Obstgewächse, sind stark von der Insektenbestäubung abhängig. Der Honigbiene, die neben Wind, Wasser, Vögeln, Hummeln und Wildbienen, zur Bestäubung beiträgt, kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Für AGRANA, als Veredler agrarischer Rohstoffe in den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker ist die langfristige quantitative und qualitative Verfügbarkeit landwirtschaftlicher Rohstoffe Grundvoraussetzung ihrer Geschäftstätigkeit. Daneben bietet das Unternehmen eine breite Palette an Bienenfuttermittel an.

Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten startete AGRANA daher im Frühjahr 2016 ein Projekt zum Schutz von Honigbienen. Derzeit werden an allen  österreichischen Unternehmensstandorten je 10 Bienenstöcke jeweils von einem lokalen Jung- und Bio-Imker gepflegt. Die Bienenstöcke werden auch zur Wissenvermittlung über die Zusammenhänge in der Natur für Schulen genutzt.  

Blühflächen

Im Jahr 2020 wurden in Österreich rund 3.700 Hektar mit den Zwischenfruchtmischungen der Österreichischen Rübensamenzucht GmbH, einem nicht gewinnorientierten Tochterunternehmen der AGRANA Zucker GmbH, das den Vertragsanbauern gentechnikfreies Saatgut aus überwiegend eigener Vermehrung zur Verfügung stellt, begrünt.

Sie lockern den Boden, mobilisieren Nährstoffe, aktivieren das Bodenleben und erhöhen die Biodiversität am Feld. Daneben wurden auch ein- und mehrjährige Blühflächen angelegt, gemeinsam bieten die blühenden Felder eine ideale Wildtieräsung und Bienenweide und tragen zur Attraktivität des Landschaftsbildes bei.

 

regenerative landwirtschaft

Im Geschäftsjahr 2020|21 startete der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ein Projekt zur  regenerativen Landwirtschaft in der Kultivierung von Früchten, für die es bisher kaum verbindliche Vorgaben für regenerativen Anbau gibt. Regenerative Landwirtschaft dient u. a. der CO2-Fixierung im Boden durch Humusaufbau und damit der Bodengesundheit sowie der Steigerung der Biodiversität.

AGRANA hat mit Unterstützung von externen Experten Leitfäden zur Umsetzung von regenerativer  Landwirtschaft für Bodenfrüchte (z. B. Erdbeeren), Buschfrüchte (z. B. Heidelbeeren und Himbeeren) sowie Baumfrüchte (z. B. Pfirsiche) entwickelt.

In diesen Leitfäden wurden jeweils 14 Praktiken festgelegt, die regenerative Agrarpraxis im Fruchtanbau darstellen. Die daraus resultierenden, größtenteils positiven Effekte auf Bodengesundheit, Biodiversität und Wassereinsatz wurden ausgearbeitet sowie Kennzahlen entwickelt, um diese Effekte zu messen. Daneben wurden Implementierungspläne und Messbarkeitszeitpläne für die unterschiedlichen Maßnahmen bei den drei Fruchtkategorien erarbeitet sowie Aspekte der Übertragbarkeit in unterschiedliche Regionen bzw. Länder thematisiert. Erste Pilotprojekte zur Umsetzung dieser Vorgaben sind für das Geschäftsjahr 2021|22 geplant.