Energie & Emissionen

Energie & Emissionen

Die v.a. in unseren Segmenten Stärke und Zucker energieintensive Veredelung von landwirtschaftlichen Rohstoffen, die auch dem EU-Emissionshandelssystem unterliegt, hat durch die entstehenden Treibhausgasemissionen negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. AGRANA nimmt ihre Verantwortung wahr und versucht schädliche Emissionen möglichst zu minimieren bzw. immer weiter zu reduzieren.

Energieeinsatz (Scope 1+2) in der AGRANA-Gruppe
 
Energiemix in der AGRANA-Gruppe
2019|20
 
Emissionen (Scope 1+2) in der AGRANA-Gruppe
 

Energieeinsatz & Emissionen
in der / durch die Veredelung in AGRANA-Fabriken

Energieeinsatz in der Veredelung

Energieeinsatz in der Veredelung

(in den GRI-Berichtsgrenzen)

 

Emissionen durch die Veredelung

Emissionen durch die Veredelung

(in den GRI-Berichtsgrenzen)

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Dekarbonisierungsstrategie 2040

Da die bestehenden AGRANA-Energieziele für die Periode 2014|15 bis 2020|21 den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens noch nicht Rechnung trugen, arbeitete AGRANA im Geschäftsjahr 2019|20 intensiv an der Entwicklung einer Dekarbonisierungsstrategie. AGRANA bekennt sich zum Ziel der CO2-neutralen Produktion bis 2040.

Während eine weitere Verbesserung der Energieeffizienz unter Nutzung heute bestehender Technologien nur begrenzt möglich ist, bieten sich für AGRANA im Bereich des Umstiegs auf erneuerbare Energieträger, abgesehen vom Zukauf von Strom aus erneuerbaren Quellen, auch Möglichkeiten eigener Energieerzeugung aus Biomasse.

AGRANA strebt bisher, wie in ihrem Prinzip der vollständigen Verwertung festgeschrieben und ganz im Sinne der Bioökonomie, die vollständige kaskadische Nutzung der landwirtschaftlichen Rohstoffe im Rahmen der Produktion von Haupt- und Nebenprodukten (Futter- und Düngemittel) an. Der primäre Fokus neben der wirtschaftlichen Vermarktbarkeit der Produkte liegt dabei auf ihrer Nutzbarkeit für die menschliche Nahrungskette. Besondere Bedeutung kommt dabei AGRANAs hochwertigen gentechnikfreien Eiweißfuttermitteln zu, die die europäische Eiweißfuttermittellücke gedeckt durch Importe von überwiegend gentechnisch veränderten Sojafuttermitteln aus Übersee reduzieren helfen.

Eiweißarme Rohstoffreste könnten zukünftig grundsätzlich energetisch genutzt werden und fossile Energieträger ersetzen, wie in der ungarischen AGRANA-Zuckerfabrik in Kaposvár, wo Rübenschnitzel und sonstige -Reststoffe bereits seit einigen Jahren zur Biogasproduktion verwendet werden. Da die energetische Verwertung allerdings zu Lasten der Futtermittelerlöse erfolgt, bedarf es geeigneter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, um sie rentabel umsetzen zu können.

AGRANA wird bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020|21 parallel zum Auslaufen ihrer aktuellen Zielsetzungsperiode einen konkreten Etappenplan zur Dekarbonisierung bis 2040 entwickeln, der neben einem zügigen Totalausstieg aus der Kohle- und Koksnutzung Projekte zur energetischen Verwertung von Biomasse enthalten wird.