Rohstoffbeschaffung

Rohstoffbeschaffung

Nachhaltigkeit beginnt für AGRANA lange vor der industriellen Verarbeitung agrarischer Rohstoffe mit deren Beschaffung.

AGRANA verarbeitet pro Jahr rund 9 Mio. Tonnen agrarische Rohstoffe. Im langjährigen Durchschnitt stammen rund 90% der verarbeiteten Rohstoffe aus der EU, wo aufgrund kontrollierter gesetzlicher Regelungen sowie sozio-kultureller Rahmenbedingungen im internationalen Vergleich sehr hohe Sozial- und Umweltstandards bestehen.

Umwelt- und Sozialkriterien in der Beschaffung

Umwelt- und Sozialkriterien in der Beschaffung

Konsumenten kaufen bei Nahrungs- und Genussmitteln immer bewusster ein. Auch die Lebensmittelindustrie muss daher Nachhaltigkeitskriterien bei der Beschaffung berücksichtigen und setzt bevorzugt auf Partner, die diese erfüllen.

Bei der Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte setzen wir bei AGRANA daher konsequent auf die Sicherstellung und Dokumentation von Nachhaltigkeitsaspekten.  

AGRANA Grundsätze der Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte

In den Grundsätzen für die Beschaffung von agrarischen Rohstoffen und Vorprodukten sind einerseits soziale Mindeststandards, mit Referenz auf den AGRANA-Verhaltenskodex, und andererseits Umweltkriterien definiert, die AGRANA als relevant für die nachhaltige Produktion der von ihr eingesetzten agrarischen Rohstoffe betrachtet.

Die Grundsätze sehen weiters unterschiedliche Wege der Erfüllung dieser Nachhaltigkeitskriterien durch die Lieferanten, angepasst an die Integrationstiefe des jeweiligen Rohstoffbeschaffungsmodells, vor. Sie sind Teil der individuellen Verträge mit Vertragsanbauern und sonstigen Rohstofflieferanten.  

Sustainable Agriculture Initiative Platform

Sustainable Agriculture Initiative PLatform

Die Kooperation mit Vertragsanbauern hat für AGRANA einen besonderen Stellenwert, da sie uns die einzigartige Möglichkeit bietet, gemeinsam an der Verbesserung von Umwelt- und Sozialstandards in der Produktion der schließlich von uns verarbeiteten Rohstoffe zu arbeiten. In diesem Sinne engagieren wir uns seit 2014 auch als Mitglied der Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI).

SAI Platform bietet industriellen Veredlern landwirtschaftlicher Rohstoffe wie AGRANA hilfreiche Instrumente v.a. zur Evaluierung und Dokumentation der Einhaltung guter Umwelt- und Sozialkriterien in der agrarischen Lieferkette bzw. zum Vergleich der Wertigkeit unterschiedlicher Nachweise bzw. internationaler Zertifizierungen an.

Das Basisinstrument stellt dabei immer das von SAI Platform erstellte Farm Sustainability Assessment (FSA) dar. Dieses wird mit Hilfe eines Fragebogens, welcher aus 112 Fragen zu allen für die Nachhaltigkeit relevanten Themenschwerpunkten wie Betriebsführung, Arbeitsbedingungen (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit), Boden- und Nährstoffmanagement oder Pflanzenschutz besteht, durchgeführt. Je nach Erfüllung der unterschiedlichen Kriterien erhält der Betrieb eine Nachhaltigkeitsbewertung mit dem Status „Gold“, „Silber“, „Bronze“ oder „Noch nicht Bronze“.

Weiterführende Informationen zu SAI

Fruchtvertragsanbau

Fruchtvertragsanbau als erfolgsfaktor
BEI Fruchtzubereitungen

Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen werden ausschließlich tiefgekühlte und aseptische Früchte verarbeitet, um eine von der jeweiligen Frucht-Erntesaison unabhängige Produktion zu ermöglichen. Um Beschaffungssynergien besser steuer- und nutzbar zu machen, liegt der Einkauf von Früchten in der zentralen Verantwortung der AGRANA Fruit Services GmbH. Sie ist die in allen wesentlichen Fruchtanbauregionen in 48 Ländern weltweit tätige Fruchteinkaufsorganisation des Geschäftssegments Frucht.

AGRANAs besonderer Wettbewerbsvorteil liegt im Bezug von tiefgekühlten Früchten direkt vom Produzenten bzw. über Vertragsanbauverträge, die auch im Segment Frucht zunehmend an Bedeutung gewinnen. Vertragsanbau gekoppelt mit beratender Unterstützung landwirtschaftlicher Produzenten erhöht die Nahrungsmittelsicherheit durch erleichterte Qualitätssteuerung und lückenlose Rückverfolgbarkeit in der Produktionskette. Dies ist vor allem im Bio-Bereich von besonderer Bedeutung. Um ökonomische, ökologische aber auch soziale Aspekte in der Rückverfolgbarkeitskette optimieren zu können, betreibt AGRANA in Marokko, Mexiko, Polen und der Ukraine auch eigene Verarbeitungsanlagen der ersten Transformations-Stufe, in denen erntefrische Früchte sortiert, geputzt und tiefgekühlt werden. Insgesamt werden rund 40% der von AGRANA verarbeiteten Früchte im Rahmen der ersten Transformations-Stufe selbst bearbeitet bzw. über exklusive Vertragspartner bezogen.

Aufgrund der Nachfrage nach regional und nachhaltig produzierten Äpfeln für Fruchtzubereitungen startete die AGRANA-Fruchtzubereitungssparte im Geschäftsjahr 2018|19 im mexikanischen Bundesstaat Puebla ein Projekt, um den in dieser Region seit den 1940er Jahren bestehenden Apfelanbau unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien zu professionalisieren. In den drei rund 200 Kilometer östlich von Mexico City gelegenen Gemeinden Zaragoza, Zacatlan und San Salvador el Seco leben mehr als 50 % der ca. 120.000 Einwohner in Armut. Da in der Vergangenheit mit dem wenig professionellen Apfelanbau kein Lebensunterhalt mehr verdient werden konnte, wurden bestehende Plantagen gerodet und zur Erzeugung anderer, weniger geeigneter Kulturen, wie z.B. Kartoffeln, herangezogen. Dieser Verwendungswechsel führte einerseits zu Bodenerosion und Nitratbelastungen des Grundwassers, daneben machte der hohe notwendige Pestizideinsatz eine Fruchtfolge nach Kartoffeln schwierig.

Im Rahmen dieses bis 2025 geplanten Projektes unterstützt AGRANA interessierte Bauern mit Wissensvermittlung und Abnahmegarantien dabei, mit nachhaltigem, den Boden und die Biodiversität aufbauendem Apfelanbau Arbeitsplätze zu schaffen sowie Einkommen zu generieren. Konkret werden die teilnehmenden Anbauer mit Schulungen zum Thema Baumschnitt, Düngung und Baumgesundheit sowie Betriebs- und Umweltmanagement bis 2025 vorbereitet mit ihren Betrieben die von SAI Platform vorgegebenen Nachhaltigkeitskriterien für den FSA Silber-Status einhalten zu können. Von den Erträgen der im Rahmen des Projektes angepeilten ca. 175 Hektar Apfelflächen werden rund 5.000 Personen direkt oder indirekt profitieren.

Das 2013 gestartete Projekt zur Unterstützung der Zertifizierung von Erdbeer- und Brombeerlieferanten nach dem Rainforest Alliance-Standard (RFA) in Jacona/Michoacán|Mexiko wurde im Juli 2016 abgeschlossen. Die teilnehmenden Lieferbetriebe konnten mit Unterstützung des lokalen Teams von AGRANA-Kulturberatern die agrarische Praxis im Anbau verbessern, Wasser- und Abfallmanagement einführen sowie Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz für ihre über 2.000 Mitarbeiter umsetzen und sich nach dem RFA-Standard zertifizieren lassen. Die Lieferbetriebe profitierten nicht nur im Rahmen der höheren Wettbewerbsfähigkeit durch die Zertifizierung, sondern auch durch ihre neue Beliebtheit als Arbeitgeber. AGRANA durfte sich für ihr Engagement über einen Preis als eines der drei besten mexikanischen Unternehmen, und das beste in der Beerenverarbeitung, im Bereich Agrarpraxis und Lebensmittelsicherheit, vergeben von Primus GFS, einer global aktiven Initiative zur Lebensmittelsicherheit, freuen.

Fruchtsaftkonzentrate: Chancen & Herausforderungen

CHAN­Cen & Her­aus­for­de­run­gen
im BE­REICH Frucht­saft­kon­zen­tra­te

Um im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate vegetationsbedingte Ernteunterschiede in den Rohstoffgebieten ausgleichen zu können, wird auch hier weltweit nach neuen Rohstofflieferanten und Regionen gesucht, um möglichst unabhängig agieren und nur die beste Qualität verarbeiten zu können. AGRANA strebt im Bereich der Fruchtsaftkonzentrate erfolgreich die Erschließung neuer Rohstoffmärkte an und hat sich die Ausweitung der strategischen Marktposition in neuen Wachstumsmärkten zum Ziel gesetzt. Grundsätzlich besteht das Bestreben, Rohstoffe künftig vermehrt direkt von Landwirten zu beziehen. Im Geschäftsjahr 2018|19 ist AUSTRIA JUICE dem Sustainable Juice Covenant, einer globalen Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat die Beschaffung, Produktion und den Handel mit frucht- und gemüsebasierten Säften, Pürees und Konzentraten bis zum Jahr 2030 100% nachhaltig zu gestalten, beigetreten.

Derzeit unterhält AUSTRIA JUICE zwei Projekte direkter Abnahme von Anbauern. In Ungarn unterstützt AUSTRIA JUICE seit dem Jahr 2000 lokale Landwirte beim Anbau resistenter Apfelsorten, für deren Kultivierung rund 60 % bis 80 % weniger Pestizide notwendig sind als beim Anbau konventioneller Sorten. Neben finanzieller Unterstützung für die Neupflanzung der Bäume sowie laufender Beratung über die Vegetationsperiode erhalten die Bauern auch Abnahmegarantien, die mit einer Preisprämie durch AUSTRIA JUICE honoriert werden. 2007 wurde ein weiteres Projekt mit Vertragsanbau in Polen gestartet. Aus diesen beiden Projekten stammten im Geschäftsjahr 2018|19 rund 13,4 % der weltweit von AUSTRIA JUICE verarbeiteten Äpfel für die Produktion von Apfelsaftkonzentrat. 

Im Berichtsjahr 2017|18 unterzogen sich nach SAI-Vorgaben ausgewählte ungarische Re-Sorten-Vertragslieferanten erstmals auch der verpflichtenden FSA-Beantwortung und den drei Jahre gültigen externen Audits. Damit darf AUSTRIA JUICE nach SAI-Vorgaben für den überwiegenden Anteil aller ungarischen Re-Sorten Vertragslieferanten FSA Silber-Status ausloben, für einige sogar FSA Gold-Status. Damit erfüllen alle ungarischen Re-Sorten-Vertragslieferanten die Mindestanforderungen, im Rahmen der Audits entdeckte Verbesserungspotenziale werden im Rahmen von Schulungen adressiert. 2018|19 wurde der FSA-Fragebogen inklusive externer Verifizierung auch bei den Vertragsanbauern von Re-Sorten Äpfeln in Polen zum Einsatz gebracht.

Daneben darf im Rahmen des Benchmarking der FSA-Anforderungen gegenüber den nationalen Gesetzgebungen von z.B. Polen, Spanien und Ungarn in Kombination mit einer Zertifizierung nach dem Global GAP Standard der FSA Silber-Status ausgelobt werden. In Summe darf AUSTRIA JUICE damit für rund 17,6 % ihrer verarbeiteten Rohstoffmenge mindestens FSA Silber-Status ausloben.

Rohstoffbeschaffung im Stärkebereich

Vertragsanbau im Bereich Stärke

AGRANA verarbeitet in ihren Stärke- und Bioethanolwerken rund 2 Millionen Tonnen Getreide pro Jahr und trägt damit vor allem in ihren Hauptbeschaffungsmärkten in Österreich und Ungarn durch die Abnahme regionaler Überschüsse zu einer wesentlichen Entlastung der Märkte bei.

Die Beschaffung von Wachsmais, Bio-Mais, Bio-Wachsmais und zertifiziert GVO-freiem Mais sowie Nassmais erfolgt großteils über Vertragsanbau. Auch im Bereich Ethanolweizen und -triticale werden Teile des Bedarfs im Rahmen von Vertragsanbau gedeckt. In ihrer Kartoffelstärkefabrik in Gmünd|Niederösterreich werden Stärkekartoffeln ebenfalls im Rahmen von Vertragsanbau bezogen.

 

Umsetzung des Farm Sustainability Assessments der Sustainable Agriculture Initiative im Kartoffelanbau

Im Geschäftsjahr 2017|18 wurde die bisher freiwillige Beantwortung des FSA-Fragebogens zusätzlich für eine Auswahl an Vertragslieferanten verpflichtend. Im Segment Stärke nahmen entsprechend dem „SAI FSA Implementation Framework“  ausgewählte österreichische Vertragslieferanten von Kartoffeln bei der verpflichtenden FSA-Beantwortung und den externen Audits teil. Damit darf AGRANA Stärke nach SAI-Vorgaben für mehr als 75% aller (d.h. der Grundgesamtheit der) österreichischen Kartoffelvertragslieferanten für drei Jahre den FSA Gold- und Silber-Status ausloben. Alle österreichischen Kartoffel-Vertragsanbauer erfüllen somit die AGRANA-Mindestanforderungen, im Rahmen der Audits entdeckte Verbesserungspotenziale werden im Rahmen bestehender Schulungsprogramme adressiert.

Rohstoffbeschaffung für die Weizenstärke- & Bioathanolproduktion

Bei der Beschaffung von Rohstoffen für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion vertraut AGRANA seit Jahren auf nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und dem Austrian Agricultural Certification Scheme (AACS) zertifizierte Rohstoffe. Sowohl ISCC als auch AACS werden im SAI-System mit Silber-Status bewertet.

Rübenanbau

Kontraktwirtschaft im Zuckerrüben-Anbau

Der Produktionsschwerpunkt im Segment Zucker liegt in der Erzeugung von Zuckerprodukten aus Zuckerrüben. Die Versorgung mit Zuckerrüben als Rohstoff für die Zuckererzeugung in AGRANAs sieben Rübenzuckerfabriken in Österreich, der Tschechischen und Slowakischen Republik, Ungarn und Rumänien erfolgt im Vertragsanbau welcher sich auch auf Zuckerrüben im biologischen Anbau erstreckt. Im Zuge der Kontraktwirtschaft hat AGRANA über viele Jahre Augenmerk auf die beratende Unterstützung landwirtschaftlicher Produzenten gelegt. Basis der Beratung sind Ergebnisse umfangreicher Feldversuche.

Umsetzung des Farm Sustainability Assessments der Sustainable Agriculture Initiative

Im Geschäftsjahr 2017|18 wurde die bisher freiwillige Beantwortung des FSA-Fragebogens zusätzlich für eine Auswahl an Vertragslieferanten verpflichtend. Entsprechend dem im Juni 2016 veröffentlichten „SAI FSA Implementation Framework“ haben ausgewählte Landwirte aus allen fünf Anbauländern (Österreich, Rumänien, Slowakei, Tschechien und Ungarn) bei der verpflichtenden FSA-Beantwortung und den externen Audits nach SAI-Vorgaben mitgewirkt. Auf Basis der Ergebnisse der externen Verifizierung darf AGRANA Zucker nach SAI-Vorgaben für mehr als 75% aller (d.h. der Grundgesamtheit der) Betriebe den FSA Gold- und Silber-Status ausloben. Damit erfüllen alle Rüben-Vertragsanbauer die AGRANA-Mindestanforderungen, im Rahmen der Audits entdeckte Verbesserungspotenziale wurden im Geschäftsjahr 2018|19 im Rahmen bestehender Schulungsprogramme adressiert.  

Bewusstseinsbildung zu guter landwirtschaftlicher Praxis (GLP)

Neben der jährlich stattfindenden BETAEXPO, die 2017 unter dem Motto „Pflanzenschutz- Wohl oder Übel?“ ganz im Zeichen der Debatte rund um den Einsatz bestimmter Wirkstoffgruppen zum Pflanzenschutz stand führte AGRANA auch im Geschäftsjahr 2017|18 im Rahmen ihres Effizienzsteigerungsprogrammes „Mont Blanc“, mit dem Ziel der Erhöhung des Zuckerertrages und der Senkung der Produktionskosten wieder viele bewusstseinsbildende Veranstaltungen durch. AGRANA nahm in Österreich rund 1.100 Bodenproben zur EUF-Analyse mit GPS-Aufzeichnungen der Einstiche auf Flächen von Vertragsanbauern zur bedarfsgerechten Düngeplanung vor. An den 85 Demonstrationsbetrieben im gesamten Rübenanbaugebiet der AGRANA-Gruppe fanden in der Vegetationsperiode 150 Feldbegehungen sowie acht Feldtage mit über 7.500 Teilnehmern statt. Auf großes Interesse stieß auch ein von den Segmenten Zucker und Stärke in Kooperation mit „BIO Austria“ organisierter Bio-Fachtag für alle von AGRANA verarbeiteten Bio-Kulturen.

Biodiversität im Rübenanbau

Im Jahr 2018 wurden in Österreich rund 5.500 Hektar mit der Zwischenfruchtmischung der Österreichischen Rübensamenzucht GmbH, eines nicht gewinnorientierten Tochterunternehmens der AGRANA Zucker GmbH, das den Vertragsanbauern gentechnikfreies Saatgut aus überwiegend eigener Vermehrung zur Verfügung stellt, begrünt. Sie lockert den Boden, mobilisiert Nährstoffe, aktiviert das Bodenleben und erhöht die Biodiversität am Feld. Daneben wurden auch ein- und mehrjährige Blühflächen angelegt, gemeinsam bieten die blühenden Felder eine ideale Wildtieräsung und Bienenweide und tragen zur Attraktivität des Landschaftsbildes bei. 

Rohzucker

Garantiert nachhaltigkeitszertifizierter Rohzucker

AGRANA raffiniert an einigen Produktionsstandorten im Segment Zucker ausschließlich oder zusätzlich zur Rübenverarbeitung Rohzucker aus Zuckerrohr zu Weißzucker. Für die Versorgung ihrer Rohzuckerraffinerien in der EU (Rumänien, Ungarn) bezieht AGRANA Rohzucker aus Least Developed Countries, die Rohzuckerraffinerie in Brcko|Bosnien-Herzegowina wird mit Rohzucker vom Weltmarkt, v.a. aus Brasilien, versorgt.

Bonsucro

Um auch für das Vorprodukt Rohzucker eine nachhaltige vorgelagerte Lieferkette sicherstellen zu können ist AGRANA Mitglied bei Bonsucro. Diese Mitgliedschaft ermöglicht es AGRANA, Bonsucro-nachhaltigkeitszertifizierten Rohzucker aus Zuckerrohr zu beziehen. Um ihren Kunden ein sogenanntes Bonsucro „Chain of Custody“-Zertifikat anbieten zu können, haben sich alle AGRANA-Raffinationsstandorte einer Bonsucro-Gruppenzertifizierung unterzogen. Das „Chain of Custody“-Zertifikat erlaubt AGRANA-Kunden, das Bonsucro-Logo auf ihren Produkten zu führen.