Wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte

In einer so genannten Wesentlichkeitsanalyse haben wir einerseits die ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen einzelner Nachhaltigkeitsaspekte der AGRANA-Geschäftstätigkeit analysiert und andererseits unsere Stakeholder gebeten, deren Bedeutung für ihre Entscheidungsfindung zu bewerten.

Im Rahmen der Überarbeitung ihrer Wesentlichkeitsanalyse im Geschäftsjahr 2017|18 haben die Mitglieder des AGRANA-Nachhaltigkeitskernteams die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen einzelner Nachhaltigkeitsaspekte der AGRANA-Geschäftstätigkeit auf die Gesellschaft eingeschätzt. Die bedeutendste gesellschaftliche Auswirkung hat die AGRANA-Gruppe durch ihre, v.a. in den Segmenten Zucker und Stärke, energieintensive Veredelung agrarischer Rohstoffe im Bereich Umwelt- und Energieaspekte. Würde man das Segment Frucht alleine betrachten, wären aufgrund der globalen Rohstoffbeschaffung, die gesellschaftlichen Auswirkungen der Lieferbetriebe im Rahmen der AGRANA-Fruchtbeschaffung höher einzuschätzen.

Um die Bedeutung der genannten Nachhaltigkeitsaspekte für die Unternehmensbewertung externer und interner Stakeholder zu evaluieren, beauftragte AGRANA eine Befragung ausgewählter repräsentativer Stakeholder im Rahmen eines strukturierten Fragebogens. Für die Stakeholder hatten die Themen Produktsicherheit, Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, Arbeitssicherheit sowie Energieeinsatz und Emissionen im Durchschnitt über alle Geschäftssegmente hinweg die höchste Priorität. Allein Stakeholder des global tätigen Segmentes Frucht maßen dem Thema Umwelt- und Sozialkriterien in der Beschaffung eine höhere Bedeutung bei. Sie erwarten von AGRANA die Umsetzung einheitlich hoher Standards sowohl in der eigenen Produktwertschöpfungskette als auch in der vorgelagerten Lieferkette. Dies gilt besonders für den Einsatz nachhaltiger Agrarpraktiken mit effizientem Energie- und Wassereinsatz und die Einhaltung des AGRANA-Verhaltenskodex in Bezug auf Sozialkriterien durch die Lieferbetriebe. Dem Handlungsfeld „Gesellschaftliches Engagement und Stakeholdereinbindung“ maßen die befragten Stakeholder nur sehr geringe Bedeutung bei. Zukünftig wird es daher nicht mehr als wesentliches Handlungsfeld betrachtet.