AGRANA setzt Wachstum im ersten Quartal 2006|07 fort Ad-Hoc

Der AGRANA-Konzern steigerte im ersten Quartal (1. März bis 31. Mai 2006) des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr die Umsatzerlöse um 67,3 % auf 472,0 m€. Das operative Ergebnis stieg auf 35,1 (Vorjahr 18,4) m€.

Datum: 13.07.2006

Der AGRANA-Konzern steigerte im ersten Quartal (1. März bis 31. Mai 2006) des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr die Umsatzerlöse um 67,3 % auf 472,0 m€. Das operative Ergebnis stieg auf 35,1 (Vorjahr 18,4) m€.

Der Konzernüberschuss im ersten Quartal konnte im Vergleich zum Vorjahr von 14,7 m€ auf 20,5 m€ erhöht werden.

Die Entwicklung im ersten Quartal 2006|07 reflektiert das anhaltende Wachstum des AGRANA-Konzerns im Geschäftsbereich Frucht.

„Einerseits waren der Umsatz- und Ergebnisanstieg in der Vollkonsolidierung der Atys-Gruppe und des deutschen Fruchtzubereitungsproduzenten DSF begründet. Andererseits konnte AGRANA aber auch im Geschäftsbereich Zucker das Absatzvolumen durch höhere Exporte bei hohen Weltmarktpreisen deutlich steigern. Die Entwicklung bei Stärke war zufrieden stellend, allerdings schlugen niedrigere Isoglukose-Preise zu Buche“, kommentiert AGRANA-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart das erste Quartal 2006|07.

 

AGRANA – Kennzahlen nach IFRS
1. März bis 31. Mai

1. Quartal 2006|07

1. Quartal 2005|06

Umsatz

m€

472,0

282,1

Operatives Ergebnis

m€

35,1

18,4

Ergebnis vor Ertragsteuern

m€

29,2

17,7

Konzernjahresüberschuss

m€

20,5

14,7

Investitionen in Sachanlagen
1. Quartal

m€

21,8

12,1

Mitarbeiter

 

7.812

4.622

Nach Segmenten stellen sich die Umsatzerlöse wie folgt dar:

 

in m€

1. Quartal 2006|07

1. Quartal 2005|06

Segment Zucker

243,0

185,5

Segment Stärke

59,6

59,4

Segment Frucht

182,9

46,5

Konsolidierung zwischen den Segmenten

- 13,5

- 9,3

Umsatzerlöse AGRANA-Konzern

472,0

282,1

Durch nicht realisierte negative Währungsdifferenzen sowie höhere Zinsaufwendungen infolge der Fruchtakquisitionen betrug das Finanzergebnis im ersten Quartal 2006|07 minus 5,9 (nach minus 0,6) m€. Durch die Einbeziehung der Atys-Gruppe in den Vollkonsolidierungskreis fehlt das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (Vorjahr: 1,6 m€).


Segment Zucker
Der Umsatzanstieg im Segment Zucker um 31 % von 185,5 m€ auf 243,0 m€ im ersten Quartal 2006|07 war auf deutlich höhere Absatzvolumina zurückzuführen. Die substanzielle Verbesserung des Operativen Ergebnisses auf 22,6 (Vorjahr 9,0) m€ resultierte aus vorgezogenen C-Zuckerverkäufen zu höheren Preisen infolge der WTO-Panel Entscheidung sowie Interventionsverkäufen in Ungarn und Tschechien.
Die erwartete Zuckerrübenernte 2006 in Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Rumänien soll bei rund 4,8 Mio. Tonnen auf Vorjahresniveau liegen.

Segment Stärke
Der Umsatz im ersten Quartal 2006|07 im Segment Stärke lag mit 59,6 m€ auf dem Vorjahresniveau von 59,4 m€. Durch gestiegene Energiekosten aber auch durch gesunkene Isoglukose-Preise verringerte sich das Operative Ergebnis auf 7,3 (Vorjahr 9,1) m€.


Die Kapazitätserweiterung der Maisstärkeproduktion in Aschach auf 1.000 Tagestonnen wurde im Mai abgeschlossen. Die diesjährig erwartete Verarbeitungsmenge liegt bei 334.000 Tonnen Mais.

Die erste Ausbaustufe der Erweiterung der ungarischen Isozucker- und Maisstärkefabrik Hungrana von 1.200 auf 1.500 Hektoliter Bioethanol pro Tag wurde abgeschlossen. Bis Ende Juli 2006 wird auch die Ausweitung der Maisverarbeitungskapazität auf 1.500 Tagestonnen finalisiert. Weitere Kapazitätsausweitungen bei Hungrana sind in Planung.

Bioethanol
Die für den Bau der Bioethanolanlage in Pischelsdorf, Niederösterreich, erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfung wurde erfolgreich abgeschlossen. Mit der OMV AG wurde ein mittelfristiger Abnahmevertrag über rund ein Drittel der geplanten Kapazität vereinbart.


Segment Frucht
Der Umsatzanstieg auf 182,9 (Vorjahr 46,5) m€ und die Verbesserung des Operativen Segmentergebnisses auf 5,1 (Vorjahr 0,2) m€ waren im wesentlichen Folge der Erweiterung des Konsolidierungskreises um die Gesellschaften Atys und DSF.

Bereich Fruchtzubereitung
Die Entwicklung im Bereich Fruchtzubereitung verläuft weiter positiv. Aufgrund der sehr guten Auslastung des im Vorjahr in Betrieb gegangenen Werkes in Serpuchov/Russland wurde für diesen Standort bereits eine Kapazitätsausweitung beschlossen.

Bereich Fruchtsaftkonzentrate
Infolge der kalten Witterung in Europa und einer damit verbundenen geringeren Nachfrage im ersten Quartal des Kalenderjahres 2006 lagen die Umsätze in Mitteleuropa unter den Erwartungen. Die Verkaufspreise konnten hingegen aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise im Vergleich zum Vorjahr deutlich angehoben werden.
Mit dem Erwerb des 50%-Anteils an Xianyang Andre Juice Co. Ltd/China wurde der strategisch wichtige Schritt in das weltweit größte Apfelproduktionsgebiet gesetzt.


Ausblick
Für das Gesamtjahr 2006|07 erwartet der AGRANA-Konzern einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent auf rund 1,8 Mrd €.

„Unser Wachstum 2006|07 basiert auf Kapazitätsausweitungen im Stärkebereich, dem Wachstum bei Bioethanol in Ungarn, Akquisitionen im Fruchtsaftkonzentratbereich sowie einem generell anhaltend starken organischen Wachstum im gesamten Fruchtbereich“, so Finanzvorstand Walter Grausam.

Die Umsatzprognose enthält auch die Umstellung des Bilanzstichtages der Fruchtgesellschaften vom 31. Dezember auf den Konzernbilanzstichtag Ultimo Februar und somit die Einbeziehung von zwei zusätzlichen Monaten. Bei Zucker wird das Auslaufen der C-Zuckerexporte ab dem zweiten Quartal einen leicht rückläufigen Umsatz im Gesamtjahr nach sich ziehen.

„Um unser Wachstum auch mittelfristig fortzusetzen, investieren wir im laufenden Geschäftsjahr 2006|07 rund 200 m€, insbesondere in den Bau der Bioethanol-Anlage in Österreich, den Ausbau der ungarischen Stärke- und Alkoholaktivitäten sowie in weitere Stärke-Veredelungsschritte in Österreich“, kündigte Marihart an.

Das Segment Frucht wird heuer zum ersten Mal stärkster Umsatz- und Ergebnisträger im AGRANA-Konzern. Dem stehen Belastungen bei Zucker durch die Abgabenzahlungen in den europäischen Zucker-Restrukturierungsfonds sowie der Rückgang der Ergebnisbeiträge aus Zuckerexporten gegenüber.

Mit einer konsequenten Verbesserung der Geschäftsprozesse in allen Bereichen und einem weiteren Wachstum bei Stärke und Frucht sollte AGRANA in der Lage sein, an das Operative Konzernergebnis des Vorjahres anschließen zu können.