Stärke

Stärke

Stärke ist unsere Stärke. Wir stellen Stärkeprodukte auf höchstem Niveau her –  mit modernen und umweltschonenden Methoden. Die Rohstoffe: Mais, Kartoffeln und Weizen. Das Ergebnis: Hochwertige Stärkeprodukte für eine Vielzahl von Anwendungen in den unterschiedlichsten Industrien.

Unsere Stärkefabriken

Unsere Stärkefabriken

Der Bereich Stärke ist unser langjähriges zweites Standbein – hier zählen wir zu den führenden Anbietern in Europa. In Österreich und Osteuropa produzieren wir an fünf Standorten. Die AGRANA Stärke GmbH führt das österreichische Stärkegeschäft und koordiniert die Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungsunternehmen in Rumänien und Ungarn.

Maisstärkefabrik Aschach

Im AGRANA Stärke Werk in Aschach wird Mais zu qualitativ hoch­wertigen Produkten für unsere Partner aus der weiterverarbeitenden Industrie veredelt. Die Partnerschaft mit unseren Rohstofflieferanten ist ebenso bezeichnend. Wir setzen auf Vertragsanbau und lang­fristige Lieferbeziehungen.

Für die Verarbeitung des Rohstoffes Mais im AGRANA Werk Aschach gilt die GENTECHNIKFREIHEIT als oberste Prämisse. Diese wird sowohl qualitativ (operative Testkits) als auch quantitativ (Hightech-PCR-Methode) laufend untersucht.

Wachsende Bedeutung am Markt erlangen die aus Spezialmais hergestellten Produkte. Ein weiterer Schwerpunkt in der Rohstoffbeschaffung liegt aus diesem Grund bei Wachsmais, Bio-Mais, Bio-Wachsmais und ursprungsgarantiertem gentechnisch freiem Mais.

Derzeit verarbeitet das Werk Aschach über 1.450 Tonnen Mais täg­lich. Die Produktion erfolgt ganzjährig im Schichtbetrieb.

Die insgesamt rund 270 Mitarbeiter im Werk Aschach sorgen für eine effiziente Durchführung und Abwicklung der Prozesse (Produktion, Technik/Instandhaltung, Qualitäts­sicherung, Lager/Transport, Verkauf, Rohstoffbeschaffung, Personalwesen, Buchhaltung/Controlling).

 

Informationen

Information gemäß Störfallinformationsverordnung § 3 Abs. 1-5.

 

Kartoffelstärkefabrik GMÜND

Im AGRANA Stärke Werk Gmünd werden heimische Kartoffeln zu qualitativ hoch­wertigen Produkten für unsere Kunden aus der weiterver­arbeitenden Industrie veredelt.

Die Partnerschaft mit unseren Rohstofflieferanten ist ebenso bezeichnend. Wir setzen auf nachhaltigen Vertragsanbau und langfristige Lieferbeziehungen. Die permanente Überwachung aller Qualitätsparameter im Rahmen des zertifizierten Qualitätssicherungssystems nach ISO 9001:2015 gewährleistet höchstmögliche Sicherheit für Konsumenten und Weiterverarbeiter. Die Produktpalette der AGRANA Stärke GmbH umfasst eine Vielfalt an unterschiedlichen Anwendungen, nicht nur in der Lebensmittelproduktion, sondern auch in der Papier-,Textil- und Pharmaindustrie.

 

Informationen

Information gemäß Störfallinformationsverordnung § 3 Abs. 1-5.

bioraffinerie Pischelsdorf

Die 2008 in Betrieb genommene Bioraffinerie im niederösterreichischen Pischelsdorf stellt AGRANAs jüngsten Standort in Österreich dar. 2013 wurde das Werk um eine vorgeschaltete Weizenstärkeanlage erweitert.

In der Bioraffinerie werden, bei – nahezu 100%iger Rohstoffnutzung – hochwertige Lebens- und Futtermittel, sowie Produkte für die technische Industrie produziert. Pro Jahr werden im Werk Pischelsdorf mehr als 100.000 Tonnen Weizenstärke, 23.500 Tonnen Weizenprotein, 240.000 m³ Bio­ethanol, 120.000 Tonnen biogenes CO2 sowie 190.000 Tonnen des proteinreichen Futtermittels ActiProt® und 55.000 Tonnen Kleie produziert.

Durch die enge Integration der Weizenstärkeanlage in die bestehende Bioethanolanlage wird das eingesetzte Getreide in besonders effizienter Weise verwertet.

Maisstärke- und Isoglukosefabrik Hungrana Kft.

In Ungarn ist AGRANA zu 50% an der Maisstärke- und Isoglukosefabrik Hungrana Kft. (Szabadegyháza), die der größte Isoglukoseproduzent Europas ist, beteiligt. Die Fabrik liegt inmitten des Haupt-Maisanbaugebietes in Ungarn und ist an gute Transportwege angebunden. Neben Maisstärke und Isoglukose werden in der Hungrana rund 450 m3 Bioethanol pro Tag produziert.

Maisstärkefabrik Tandarei

Die rumänische Maisstärkefabrik S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. liegt in einem der Maisanbaugebiete Rumäniens und verarbeitet rund 100 Tonnen Mais pro Tag. Produktionsschwerpunkte sind native und modifizierte Stärke sowie Glukosesirupe aus Mais.

Wissenswertes über Stärke

Wissenswertes über Stärke

Reine Stärke ist ein weißes, geschmackloses und geruchloses Pulver, das in kaltem Wasser oder Alkohol unlöslich ist.

Es besteht aus zwei Typen von Molekülen: geradlinige und spiralförmige Amylose und verzweigtes Amylopectin. Je nachdem, aus welcher Pflanze sie gewonnen wird, enthält die Stärke 20 bis 25 % Amylose und 75 bis 80 % Amylopectin.

Aus der Pflanze gewonnen

Stärke: aus der pflanze gewonnen

Woraus wird Stärke gewonnen?

In Europa werden hauptsächlich Maistärke, Weizenstärke und Kartoffelstärke hergestellt. In anderen Regionen sind Reis und Maniok (Tapioka) bedeutende Stärkepflanzen. Bei der Stärkegewinnung werden die Pflanzenteile zerkleinert. Anschließend wird die Stärke aus den Zellen ausgewaschen und durch Filtration und Zentrifugation isoliert. Zuletzt wird die Stärke getrocknet.

EIGENSCHAFTEN

Eigenschaften von Stärke

Stärke hat eine wichtige Eigenschaft: Sie verkleistert. Erhitzt man ein Stärke-Wasser-Gemisch, bindet die Stärke das Wasser und quillt auf. So entsteht Stärkekleister, der als Verdickungsmittel dient. Kartoffelstärke, Maisstärke und Weizenstärke haben unterschiedliche Verdickungseigenschaften. Verkleisterte Stärke ist – neben geronnenem Klebereiweiß – die wichtigste Zutat für Brot und Gebäck. Bei niedrigen Temperaturen bildet sich die verkleisterte Stärke langsam zurück, da die Amylose in der Stärke das Wasser nicht so gut fixieren kann wie das Amylopektin. Diesen Effekt nennt man Retrogradation, er tritt zum Beispiel auf, wenn Brot altbacken wird.  

 

Einsatzgebiete

Einsatzgebiete von Stärke

Native und modifizierte Stärken werden einerseits als Zutat bei der Herstellung von Lebensmitteln und andererseits für technische Zwecke, so z.B. in der Textil-, Papier-, Kosmetik-, Pharma- und Bauindustrie verwendet.

  • Native Stärke ist pulverförmig und wird aus stärkehaltigen Pflanzen gewonnen. Sie wird als Verdickungsmittel und Stabilisator verwendet. Bekannt sind hier zum Beispiel die Verwendung in Puddingpulver, Desserts, Saucen oder auch diversen Fertiggerichten.
     
  • Modifizierte Stärke wird aus nativer Stärke durch physikalische, enzymatische oder chemische Behandlung gewonnen. Zur Modifikation werden nass- und trockenchemische Verfahren sowie Walzentrocknung und Extrusion angewendet. Durch diese Modifikationen werden die Eigenschaften von nativer Stärke, wie Gefrier-Tau-Stabilität, Hitze-, Säure- oder Alkalibeständigkeit oder auch die Scherstabilität verändert. Abhängig von Rohstoff und Behandlungsart ergeben sich unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten.
     
  • Stärkeverzuckerungsprodukte entstehen durch die Spaltung von Stärke in ihre einzelnen Zuckerbausteine. Auf diese Weise kann Zucker nicht nur aus Zuckerrüben, sondern auch aus stärkehaltigen Pflanzen, wie Mais oder Kartoffeln gewonnen werden. Stärkeverzuckerungsprodukte werden großteils zur Süßung von Limonaden, Speiseeis, Konfitüren, Süßwaren, etc. eingesetzt. Zu den Stärkeverzuckerungsprodukten zählen Maltodextrine, Glukosesirupe und Traubenzucker.

Stärke in der Ernährung

Welche Rolle hat Stärke in der Ernährung?

Kohlenhydrate zählen neben Eiweiß und Fett zu den menschlichen Hauptnährstoffen bzw. Energielieferanten. Die über die tägliche Nahrung zugeführten Kohlenhydrate werden vom menschlichen Körper zu Glukose zerlegt bzw. in Glukose umgewandelt. Glukose wird vom menschlichen Körper als Energiequelle bevorzugt und ist vor allem für Gehirn, Nierenmark und die Bildung von roten Blutkörperchen wichtig.

Laut der Deutschen (DGE), der Österreichischen (ÖGE) und der Schweizer (SGE/SVE) Gesellschaft für Ernährung sollen 50 - 55 % der täglichen Nahrungsenergie aus Kohlenhydraten stammen, wobei der Schwerpunkt auf komplexe Kohlenhydrate wie z.B. Stärke gelegt werden soll. Komplexe Kohlenhydrate, welche vor allem in Kartoffeln und Getreideprodukten enthalten sind, werden langsamer vom Körper aufgenommen und beeinflussen die Insulinausschüttung und den Anstieg des Blutzuckers positiv.

Die daneben existierenden schwer verdaubaren Stärken werden Ballaststoffe genannt. Sie können durch die menschlichen Enzyme nicht zerlegt werden, werden aber teilweise im Dickdarm durch Bakterien abgebaut. Ballaststoffe erfüllen eine Reihe wichtiger Funktionen im Verdauungstrakt und haben positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel.

Unser Stärke-Produktportfolio

Entdecken Sie unser Stärke-Produktportfolio

Die komplexen Eigenschaften der Stärke werden in der Lebensmittelindustrie ebenso genutzt wie in technischen Branchen, z. B. in der Bauchemie, der Papierherstellung und der Wellpappeerzeugung oder auch der Textilindustrie. Bei unserem Stärke-Produktportfolio setzen wir von AGRANA vor allem auf zertifizierte Bioprodukte und Produkte aus gentechnikfreier Herstellung.