Von der Zuckerrübe zum Zucker
![Lächelnde Frau trägt in einem hellen Badezimmer Gesichtscreme auf [no AI]](https://cdn.prod.website-files.com/690a64e4e086fc7e7a30737e/69903ce90e1bfdecac444ec3_personal%20care.avif)
Zuckerrübenanbau im Jahresverlauf
Der Zuckerrübenanbau hat in Europa eine sehr lange Tradition und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem hochspezialisierten Industriezweig entwickelt.
Mit den Landwirten steht AGRANA in einem kontraktpartnerschaftlichen Verhältnis, welches den Anbau bzw. die Abnahme der vereinbarten Zuckerrübenmenge regelt. Die gute Zusammenarbeit und eine langfristige Partnerschaft zwischen AGRANA und den Rübenbauern sind für die Erzielung optimaler Erträge essenziell.
Gentechnikfrei durch eigenes Saatgut
AGRANA sorgt gemeinsam mit den Rübenlandwirten der Österreichischen Rübensamenzucht GmbH durch die eigene Rübensamenvermehrung und Rübensamenaufbereitung am Standort Tulln für eine unverfälschte Entwicklung des Erbguts. Für die Vergabe des Kontrollzeichens „Ohne Gentechnik hergestellt" haben die von der Arbeitsgemeinschaft für Gentechnik-frei erzeugte Lebensmittel (kurz: ARGE Gentechnik-frei) autorisierten Kontrollstellen überprüft, dass die strengen Kriterien des Österreichischen Lebensmittel-Codex für Gentechnik-freie Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung in der AGRANA Zuckerproduktion durchgehend eingehalten werden. Das Qualitätssiegel „Ohne Gentechnik hergestellt" bescheinigt der Traditions-Marke Wiener Zucker, dass die Gentechnik-Freiheit entlang der kompletten Wertschöpfungskette gewährleistet ist.
Heimischer Zucker für Österreich
In Österreich wird der Zucker aus heimischen Zuckerrüben gewonnen. Nach der Ernte im Herbst werden die Rüben vom Feld zur Verarbeitung in die AGRANA Zuckerfabrik nach Tulln gebracht. Die Zuckerrüben werden dort zu hochqualitativem Zucker, entweder für den Endkonsumenten (Wiener Zucker) oder für die weiterverarbeitende Industrie, verarbeitet. Bis die Zuckerrüben jedoch in die Zuckerfabrik gelangen, sind viele Arbeitsschritte vom Anbau bis zur Ernte notwendig.

Die vier Jahreszeiten der Zuckerrübe
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Österreichische Rübensamenzucht vermehrt das in Österreich angebotene und eingesetzte Rübensaatgut. Zum Schutz der Rübenfelder vor Unkräutern kommen Herbizide und mechanische Maßnahmen zur Anwendung. Um eine hohe Wirksamkeit zu erzielen, werden die Unkräuter wenn möglich im Keimblattstadium behandelt.
Im Laufe der Vegetationsperiode kann das Wachstum der Zuckerrübenpflanze durch Unkräuter, Krankheiten und Schädlinge beeinträchtigt werden. Die Blattfleckenkrankheit Cercospora ist die bedeutendste Blattkrankheit im Zuckerrübenanbau in Europa. Um die Ertragsfähigkeit erhalten zu können betreibt AGRANA das Cercospora-Monitoring- System www.betaexpert.at, bei welchem Landwirte die Felder regelmäßig auf Krankheiten kontrollieren und deren Fungizidbehandlungen aufzeichnen.
Die Zuckerrübenernte beginnt Mitte September und wird Mitte Dezember abgeschlossen. Zur Erntezeit wiegt eine einzelne Zuckerrübe zwischen 0,7 und 1 kg und besteht vorwiegend aus Wasser und etwa 15 - 19 % Zucker. Von einem Hektar können durchschnittlich 68 bis 85 Tonnen Zuckerrüben und damit bis zu 14 t Zucker gewonnen werden. Die bei der Ernte entfernten Blätter sowie die abgereinigte Erde verbleiben am Feld. Die im weiteren Produktionsprozess anfallenden Düngemittel werden ebenfalls wieder am Feld ausgebracht. Das ist gelebte Kreislaufwirtschaft.
Die geernteten und gelagerten Zuckerrüben werden nun in der Zuckerfabrik verarbeitet. Bei der Zuckerrübenlogistik wird vor allem auf möglichst kurze Transportwege und eine „just in time“-Anlieferung Wert gelegt. Winterversammlungen der AGRANA-Rohstoffabteilung bieten im Jänner allen Zuckerrübenbauern die Möglichkeit, Fachinformationen für das neue Anbaujahr aus erster Hand zu erhalten.



