27 Mar 2026
3 Min. Lesezeit

AGRANA vergibt Förderungspreis für Wissenschaft und Forschung an der Universität für Bodenkultur in Wien

Dr. Marianna Giancaterino und Dr. Henrique Rasera wurden gestern an der Universität für Bodenkultur in Wien mit dem von AGRANA gestifteten Förderungspreis für Wissenschaft und Forschung geehrt. Dr....

v.l. Boku-Rektorin Univ.Prof. Dr. Eva Schulev-Steindl, AGRANA-Vorstand DI Franz Ennser, Preisträgerin Dr. Marianna Giancaterino, Boku-Vizerektor Univ.Prof. Mag. Dr. Christian Obinger
v.l. Boku-Rektorin Univ.Prof. Dr. Eva Schulev-Steindl, AGRANA-Vorstand DI Franz Ennser, Preisträgerin Dr. Marianna Giancaterino, Boku-Vizerektor Univ.Prof. Mag. Dr. Christian Obinger

Dr. Marianna Giancaterino und Dr. Henrique Rasera wurden gestern an der Universität für Bodenkultur in Wien mit dem von AGRANA gestifteten Förderungspreis für Wissenschaft und Forschung geehrt.

Dr. Marianna Giancaterino erhielt die Auszeichnung für ihre Forschungsarbeiten über den Einsatz von Elektrotechnologien in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe für die Lebensmittelherstellung. Technologien wie gepulste elektrische Felder und ohmsche Erhitzung bieten schon seit Längerem nachhaltigere Ansätze in der Lebensmittelindustrie und verbessern Lebensmittelsicherheit und -qualität bei geringerem Energieverbrauch. Elektrische Felder fördern durch Porenbildung in Zellmembranen den Stoff- und Wärmetransport, jedoch ist die genaue Dynamik noch ungeklärt. Die Studie untersucht, wie Elektrotechnologien die Verarbeitung von Obst und Gemüse beeinflussen, und bewertet deren Potenzial.

Dr. Henrique Rasera Raniro, der den Preis nicht persönlich in Empfang nehmen konnte, wurde mit dem AGRANA-Preis für seine Dissertation über den Mehrwert von Zwischenfrucht-Mischungen für die Mobilisierung von Phosphor-Reserven in Böden ausgezeichnet. Diese Arbeit unterstreicht die Relevanz von bodenchemischen Prozessen für eine nachhaltige Landwirtschaft. Die Forschungsergebnisse von Dr. Raniro belegen die Vorteile einer erhöhten Pflanzenvielfalt für die Verbesserung des Phosphorkreislaufs und identifizieren Zwischenfrüchte als wirkungsvolles Instrument für ein nachhaltiges Phosphormanagement.

"Mit unserem Forschungsförderungspreis zeichnen wir ganz bewusst junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die sich mit zentralen Zukunftsfragen der Lebensmittelerzeugung beschäftigen“, betont AGRANA-COO DI Franz Ennser. „Beide Dissertationen greifen eine wesentliche Herausforderung in der Veredelung landwirtschaftlicher Rohstoffe auf: die Verarbeitungseffizienz und Nachhaltigkeit zu verbessern, ohne dabei die Produktqualität zu beeinträchtigen. Genau das ist auch für AGRANA ein zentrales Anliegen. Ansätze wie jene von Marianna Giancaterino und Henrique Rasera Raniro stehen daher in vollem Einklang mit unserem Anspruch, den Wert der Rohstoffe bestmöglich zu nutzen und effizienter zu produzieren. Damit leisten ihre Studien einen wertvollen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, so Ennser abschließend.

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