Kernthemen und Handlungsfelder
![Junge Frau und älterer Mann gärtnern gemeinsam in einem Hochbeet in einem städtischen Innenhof [no AI]](https://cdn.prod.website-files.com/690a64e4e086fc7e7a30737e/6a9fff71b2d24f9cdf952367_Focus%20Areas_Headerimage%20komp.jpg)
Verantwortungsvolles Wachstum mit langfristiger Wirkung
Unsere Handlungsfelder spiegeln AGRANAs Engagement für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Unternehmensführung wider. Sie befassen sich mit den für unser Unternehmen und unsere Stakeholder relevantesten Nachhaltigkeitsthemen und beinhalten klare Prioritäten sowie messbare Ziele, um langfristig Wert für Menschen, Unternehmen und Umwelt zu schaffen.
Klimaschutz und Ökoeffizienz in den Produktionsprozessen von AGRANA

Klimastrategie
Wir verbessern kontinuierlich unsere Produktionsprozesse und arbeiten entlang userer gesamten Wertschöpfungskette daran, die Treibhausgasemissionen (THG) zu reduzieren.
Im Einklang mit dem Pariser Abkommen haben wir kurzfristige Emissionsreduktionsziele festgelegt, die von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert wurden.
Unsere Ziele
- Scope 1+2 - unsere eigene Produktion: -50% THG-Emissionen bis 2030 (SBTi-validiert)Scope 3
- Scope 3 - unsere Wertschöpfungskette: Wir evaluieren Maßnahmen zur kontinuierlichen Senkung unserer Scope-3 Emissionen
Wir streben an, bis 2040 in unseren eigenen Betreiben (Scope 1+2) Netto-Null zu erreichen.
Emissionsreduktion in der Produktion
Kurzfristig liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Energieeffizienz und der verstärkten Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen. Langfristig ist das Ziel, in Scope 1 und Scope 2 von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen.
Unsere Maßnahmen:
- Nutzung von Abwärme und weiteren Effizienztechnologien
- Umstieg auf Strom aus erneuerbaren Quellen
- Elektrifizierung wärmebasierter Prozesse, z. B. durch den Einsatz von Brüdenverdichtern
- Ersatz fossiler Brennstoffe durch Erdgas als Zwischenschritt und anschließend durch erneuerbare Brennstoffe
Dekarbonisierung in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette
Der größte Teil unserer THG-Emissionen stammt aus dem vorgelagerten Rohstoffanbau – weshalb sich unsere Scope-3 Maßnahmen stark auf die Landwirtschaft konzentrieren. Daher arbeiten wir mit unseren Landwirten und Lieferanten eng zusammen.
Zentrale Hebel zur Dekarbonisierung sind:
- optimierte, emissionsarme Düngung und minimale Bodenbearbeitung,
- nachhaltige Maschinen und Betriebsmittel,
- Verfahren zur Kohlenstoffbindung im Boden,
- Digitalisierung und moderne Bewässerungstechnologie.
Konkrete Maßnahmen umfassen Pilotprojekte für regenerativen Obstbau, die Züchtung resistenter Apfelsorten, die Erhebung von Primärdaten im Zuckerrüben- und Getreideanbau sowie die Erforschung emissionsarmer Düngemittel und biologisch abbaubarer Mulchfolien.
Substitution von fossilbasierten Produkten
Außerdem arbeiten wir daran, Rohstoffe auf fossiler Basis durch erneuerbare, biobasierte Alternativen zu ersetzen. Dazu gehört die Erzeugung von Bioenergie und Zwischenprodukten für die Herstellung von biobasierten Kunststoffen und Chemikalien (Bioethanol).
Wassermanagement
Wasser ist eine wertvolle Ressource – und wird bei AGRANA besonders effizient eingesetzt.
An allen unseren Standorten legen wir Wert auf eine nachhaltige Wassernutzung, indem wir die Wasserentnahme in Regionen mit Wasserknappheit minimieren und die Wiederverwendung und Rückführung von Wasser wo immer möglich maximieren.
Kreislaufwirtschaft
Wir setzen unsere Rohstoffe möglichst vollständig ein und verwerten landwirtschaftliche Nebenprodukte zu wertvollen Produkten wie Futtermitteln und Düngemitteln weiter. Darüber hinaus reduzieren wir Abfälle durch den Einsatz recyclingfähiger Materialien, wiederverwendbarer Verpackungen und einen effizienten Umgang mit Hilfsstoffen.
Ein Großteil dessen, was wir an Industriekunden liefern, wird bereits in Mehrwegsystemen transportiert, etwa in Silowagen oder rückgabefähigen Stahlcontainern, und wir arbeiten daran, dies weiter auszubauen. Im Zuge neuer EU-Verpackungsvorschriften evaluieren wir konzernweit unsere Verpackungsmaterialien, um noch nachhaltigere Alternativen zu finden, darunter eine eigens entwickelte Box aus nachwachsenden Rohstoffen, die pilotweise die bisher üblichen Metallfässer beim Transport von Fruchtsaftkonzentrat ersetzt.
Biodiversität
Biodiversität und Landwirtschaft sind untrennbar miteinander verbunden. Die Rohstoffe, die wir verarbeiten, sind Teil eines lebendigen Ökosystems.
Was wir tun: vom Feld bis ins Werk
Unsere größten Auswirkungen und Abhängigkeiten im Bereich Biodiversität hängen mit der Landwirtschaft zusammen. Deshalb arbeiten wir eng mit Landwirten, Lieferanten und Partnern zusammen, um nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken zu fördern, die die Biodiversität schützen, gesunde Böden erhalten und widerstandsfähige Agrarlandschaften unterstützen. Wir setzen uns entlang unserer Lieferkette für anerkannte Nachhaltigkeitsstandards und -programme ein, wie beispielsweise das Farm Sustainability Assessment (FSA) der SAI Platform.
Über die Landwirtschaft hinaus arbeiten wir daran, die Biodiversität rund um unsere Produktionsstandorte besser zu verstehen und zu schützen. Durch Umweltmanagementsysteme wie ISO 14001, die an ausgewählten AGRANA-Standorten implementiert sind, verbessern wir kontinuierlich unsere Umweltleistung und unterstützen einen systematischen Ansatz im Umgang mit Umweltauswirkungen. An ausgewählten österreichischen Standorten liefert ein Pilotprojekt mit Fledermäusen als Bioindikatoren wertvolle Erkenntnisse über die lokale Biodiversität und Umweltqualität – Daten, die künftige Umweltentscheidungen unterstützen und unseren Ansatz im Biodiversitätsmanagement stärken werden.
Verantwortungsvolle Beschaffung und nachhaltige Landwirtschaft
Woher unsere Rohstoffe kommen, ist von Bedeutung.
AGRANA Grundsätze
der Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte
Für die von uns verarbeiteten Rohstoffe versuchen wir bestmöglichen die Anforderungen der guten landwirtschaftlichen Praxis (Good Agricultural Practice, GAP) sowie soziale Mindeststandards einzuhalten, wie sie in unseren AGRANA Grundsätzen für die Beschaffung von agrarischen Rohstoffen und Vorprodukten und im AGRANA-Verhaltenskodex festgelegt sind. AGRANA verfügt dazu über interne Verfahren zur Einhaltung der guten landwirtschaftlichen Praxis und sozialer Mindeststandards.
Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI)
Durch das Farm Sustainability Assessment (FSA) der SAI-Plattform, einen detaillierten Fragebogen zu Betriebsführung, Arbeitsbedingungen, Bodengesundheit und Pflanzenschutz, erhalten landwirtschaftliche Betriebe eine Nachhaltigkeitsbewertung von Gold bis Bronze. Bestehende Zertifizierungen wie Global GAP, Rainforest Alliance oder Bonsucro können auf diese Bewertung angerechnet werden, wodurch sich doppelte Prüfaufwände reduzieren.
Der FSA-Status unserer Vertragslandwirte wird alle drei Jahre unabhängig neu verifiziert.
Attraktiver Arbeitgeber und Gesundheit & Sicherheit am Arbeitsplatz
AGRANA schafft ein sicheres, inklusives und respektvolles Arbeitsumfeld, in dem Mitarbeitende ihre Stärken und ihr Potenzial entfalten können. Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, kontinuierliche Entwicklung, Chancengleichheit sowie eine Kultur der Verantwortung und Zusammenarbeit bilden die Grundlage für langfristigen Unternehmenserfolg.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Human Resources Seite.
![Vier Kolleginnen und Kollegen unterhalten sich lachend in einer sonnigen Lounge [no AI]](https://cdn.prod.website-files.com/690a64e4e086fc7e7a30737e/6a998e6f0e768d755f8bcea2_Career%20title_kompress.jpg)
Produktsicherheit
Die Produktion sicherer Lebens- und Futtermittel nach höchsten Standards hat bei AGRANA oberste Priorität.
Als Hersteller von Vorprodukten für die Lebensmittelindustrie setzen wir auf umfassende Qualitätssicherungsprogramme und global anerkannte Standards wie FSSC 22000, ISO 22000 und IFS, um Risiken zu minimieren und eine gleichbleibende Qualität sicherzustellen.
Bei AGRANA hat die Sicherheit unserer Produkte oberste Priorität, insbesondere im Hinblick auf sensible Zielgruppen wie Säuglinge und Kleinkinder.
Unser Ziel: die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen und ihr Vertrauen in AGRANA langfristig zu stärken.
![Apothekerin im weißen Kittel mit Tablet prüft Produkte in einem Regal [no AI]](https://cdn.prod.website-files.com/690a64e4e086fc7e7a30737e/6a999ad6809e546737e9b7d2_GettyImages-1400517274-1.jpg)
Governance und Compliance
Governance und Compliance sind bei AGRANA zentrale Elemente der Nachhaltigkeit und Teil der Unternehmensstrategie.
Governance und Compliance sind zentrale Bestandteile der Nachhaltigkeit bei AGRANA und die Grundlage für jede unternehmerische Entscheidung, die wir treffen.
Unsere Lieferanten und Geschäftspartner werden aufgefordert, unseren Code of Conduct einzuhalten. Unsere Lieferverträge enthalten risikobasierte Klauseln zu Umwelt-, Arbeits- und Menschenrechtsstandards, die durch unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen rechtsverbindlich gemacht werden.
Menschenrechte
Die Achtung der Menschenrechte ist sowohl eine gesetzliche Verpflichtung als auch ein zentraler Bestandteil unserer unternehmerischen Verantwortung. Unsere Grundsatzerklärung zu den Menschenrechten spiegelt dieses Engagement in der gesamten AGRANA-Gruppe und entlang unserer gesamten Lieferkette wider, im Einklang mit:
- der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen,
- den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte,
- den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO),
- den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen,
- den Prinzipien des UN-Global-Compact (UNGC), und
- den Regelungen der „Supplier Ethical Data Exchange“.
Unser Beitritt zum UN Global Compact 2021|22, der weltweit größten Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung, unterstreicht dieses Bekenntnis zusätzlich.